Grundriss Hausr
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Dirk von a better place
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Der Grundriss eines Hauses ist die Basis, auf der alle weiteren Planungsarbeiten aufbauen. Ihn zu erstellen ist folglich eine Aufgabe, in deren Rahmen zahlreiche wichtige Überlegungen anzustellen sind und die unbedingt mit größter Sorgfalt erledigt werden sollten. Denn nur mit dem richtigen Grundriss kann ein Haus den Wünschen und Bedürfnissen seiner Bewohner gerecht werden. In diesem Beitrag sprechen wir daher ausführlich über die Grundrissplanung. Wir stellen verschiedene Grundrissarten und Möglichkeiten der Raumaufteilung vor, beschäftigen uns mit Barrierefreiheit, Sicherheit und Kosteneffizienz und geben praktische Tipps zur Planung eines Hausgrundrisses.
Kurz & Kompakt
Nachfolgend werden unter anderem diese Themenfelder rund um den Hausgrundriss und dessen Gestaltung behandelt:
Inhalte und Funktion: Ein Grundriss für ein Haus ist eine Zeichnung, die maßstabsgetreu über die Lage von Wänden, Türen, Fenstern und Treppen, die Anzahl an Geschossen und Zimmern, die Positionierung von Mobiliar und Sanitäreinrichtung und die Platzierung von Anschlüssen informiert. Der Grundriss wird für den Bau aller Häuser – egal ob Einfamilienhaus, Stadtvilla oder Bungalow – benötigt und gehört zu den Dokumenten, die für die Baugenehmigung eingereicht werden müssen.
Raumaufteilung und Flächennutzung: Eine effiziente Flächennutzung und eine Raumaufteilung, die den Wohnkomfort im Haus erhöht, sind zentrale Ziele bei der Grundriss-Planung. Diese können auf unterschiedlichen Wegen erreicht werden, wobei stets die individuellen Bedürfnisse der Bewohner zu berücksichtigen sind. Generell bietet es sich an, zusammenpassende Räume (z.B. Schlafzimmer und Ankleide oder Küche und Esszimmer) aneinander angrenzend im Grundriss zu platzieren und häufig zurückzulegende Laufwege im Haus möglichst kurz zu halten.
Anpassungsfähigkeit und Flexibilität: Die Grundrisse für ein Haus sollten so gestaltet werden, dass später flexible Anpassungen möglich sind. Gut geplante Häuser erfüllen die Bedürfnisse ihrer Bewohner auch auf lange Sicht, also zum Beispiel im Alter, wenn sich Nachwuchs ankündigt oder wenn die Kinder heranwachsen und sich mehr Privatsphäre wünschen. Dann macht es sich bezahlt, schon bei der Grundriss-Planung für das Einfamilienhaus an die Zukunft gedacht zu haben.
Die Bedeutung des Grundrisses
Der Grundriss ist eine maßstabsgetreue Zeichnung, die ein Haus im horizontalen Querschnitt zeigt. Er definiert die wichtigsten Eckdaten und Rahmenbedingungen, hat entsprechend Einfluss auf die Funktionalität und Ästhetik einer Immobilie und wird für ausnahmslos jeden Hausbau benötigt.
Welche Daten enthalten einen Grundriss?
Der Grundriss beinhaltet diese Informationen und Angaben zum Haus:
Verlauf von Außen- und Innenwänden
Anzahl der Stockwerke und Zimmer
Lage von Fenstern, Türen und Treppen
Aufteilung der Räume und Art der Nutzung
Wohnfläche und Fläche der einzelnen Zimmer
Position von Elektro- und Wasseranschlüssen
Wie interpretiere ich einen Grundriss?
Das Lesen eines Haus-Grundrisses ist keine komplizierte Angelegenheit. Bei Grundrissen mit mehreren Ebenen beginnt man am besten, indem man die einzelnen Grundriss-Blätter für die Geschosse in auf- oder absteigender Reihenfolge nebeneinanderlegt und korrekt ausrichtet. Dabei orientiert man sich an der Treppe, welche die Geschosse im Haus miteinander verbindet. Der Pfeil, der die Aufstiegsrichtung angibt, sollte auf allen Grundriss-Blättern in dieselbe Richtung zeigen.
Damit man den Hausgrundriss interpretieren kann, ist er mit Symbolen und Nummern versehen, deren Bedeutung in einer beiliegenden Legende erläutert wird. Die Symbole stehen üblicherweise für Anschlüsse, Türen, Fenster, Sanitärobjekte und Mobiliar, die Ziffern nummerieren die unterschiedlichen Räume. Häufig wird auch mit Abkürzungen, zum Beispiel EG für Erdgeschoss, gearbeitet.
Arten von Haus-Grundrissen
Das sind die klassischen Arten von Häuser-Grundrissen:
Einfamilienhaus Grundrisse
Zweifamilienhaus Grundriss (ggf. mit Einliegerwohnung)
Grundrisse für das Wohnhaus mit mehr als zwei Wohnungen
Sowohl bei Wohnungen mit niedriger Zimmerzahl als auch beim Einfamilienhaus sind offene Grundrisse beliebt. Das bedeutet, dass zwischen Wohn- und Essbereich und der Küche keine trennenden Wände eingeplant werden. Stattdessen entsteht ein großer Raum zum Zusammenkommen für die ganze Familie.
Daneben gibt es etwas speziellere Grundrisse. Gute Beispiele hierfür sind der ebenerdige Bungalow, die Stadtvilla, die oft vergleichsweise schmal und hoch gebaut wird, oder Lofts, die ihrer Definition nach einer Großraumwohnung in einem zuvor industriell genutzten Gebäude entsprechen.
Raumplanung und -aufteilung im Grundriss
Gut geplante Häuser sind vor allem daran zu erkennen, dass sie die Bedürfnisse der Bewohner erfüllen, und zwar nicht nur zum Zeitpunkt des Einzugs, sondern über die gesamte Dauer des Lebens hinweg. Entsprechend sollte schon bei der Grundrissplanung an den etwaigen Kinderwunsch oder die sich verändernde Lebenssituation im Alter gedacht werden.
Um herauszufinden, welche Kriterien der individuell optimale Haus-Grundriss in Bezug auf die Räumlichkeiten und deren Aufteilung erfüllen muss, können sich Bauherren diese Fragen stellen:
Wie viel Wohnfläche kann angesichts der Gegebenheiten auf dem Grundstück und der finanziellen Mittel maximal geschaffen werden?
Wie viele Personen beziehen das Haus?
Wie viele Schlafzimmer, Kinderzimmer und Badezimmer werden benötigt?
Besteht der Bedarf nach bestimmten zusätzlichen Räumen im Haus, zum Beispiel für ein Arbeitszimmer, einen Ankleide- oder Fitnessraum, einen Hobbyraum oder ein Gästezimmer?
Bei Häusern mit Keller: Soll Nutz- oder Wohnfläche im Keller geschaffen werden?
Grundriss-Optimierung: Die optimale Nutzung der Raumfläche
Die Verteilung der Räume auf die zur Verfügung stehende Fläche im Haus sollte im Grundgedanken darauf ausgerichtet sein, einen hohen Wohnkomfort zu erzielen. Es gilt also, zu überlegen, wo welche Räume liegen müssen, damit sich das Wohnen im Alltag möglichst angenehm und praktisch gestaltet.
Familien mit Kindern entscheiden sich häufig dafür, Kinderzimmer, Elternschlafzimmer und Badezimmer auf einer Ebene – zum Beispiel im ersten Stock – unterzubringen. Das Erdgeschoss ist dann die Etage, auf der sich der Großteil des Familienlebens abspielt. Dort sind Küche, Wohn- und Esszimmer, gegebenenfalls ein Spielzimmer und üblicherweise ein weiteres kleines Badezimmer vorzufinden.
Zimmer, die in ihrer Nutzungsweise zusammenhängen, sollten unabhängig vom Haustyp stets nebeneinander liegend im Grundriss eingezeichnet werden. Das ist zum Beispiel bei Schlaf- und Ankleidezimmer oder Küche und Esszimmer der Fall.
Um keinen Platz zu verschenken, ist es gerade bei Grundrissen von Häusern mit niedriger Grundfläche wichtig, genau darüber nachzudenken, in welchen Räumen wie viel Platz benötigt wird. Während der Wohnkomfort in manchen Zimmern wesentlich unter zu wenig Platz leidet, spielt ein geringes Platzangebot in anderen Räumen keine allzu große Rolle. Ein sehr beengtes Wohnzimmer oder eine Küche, in der man sich ständig auf die Füße tritt, stören im Alltag mehr als ein etwas kleineres Schlafzimmer oder ein kleiner Hauswirtschaftsraum, in dem der Platz problemlos vertikal genutzt werden kann.
Die Experten von A better place beraten Sie gerne zum Grundriss mit idealer Raumaufteilung und Flächennutzung für Ihr Traumhaus. Nutzen Sie unser kostenloses Tool und finden Sie mit wenigen Klicks einen Architekten in Ihrer Nähe.
Wohnbereiche gestalten
Nachdem die Raumaufteilung im Hausgrundriss geklärt ist, kann detaillierter über die Gestaltung der unterschiedlichen Wohnbereiche nachgedacht werden.
In Bezug auf Wohn- und Esszimmer zählen die Anordnung der großen Möbelstücke (Sofa, TV-Landschaft, Esstisch etc.) und die Beleuchtung zu den zentralen Themen der Grundrissplanung. Die Küche sollte hingegen so eingerichtet werden, dass die Arbeitsabläufe möglichst zeiteffizient und ergonomisch stattfinden können. Sprich: Zwischen Waschbecken und Spülmaschine, Herd und Ofen sowie dem Kühlschrank sollten keine langen Strecken liegen. Zusätzlich muss in der Küche unbedingt an ausreichend Arbeitsfläche und Stauraum gedacht werden.
Schlafzimmer-Grundrisse sollten die Platzierung von Betten und Schränken definieren. Größere Grundrisse ermöglichen es, das Bett mittig an einer Wand zu platzieren, sodass es von beiden Seiten aus zugänglich ist und eine gewisse Symmetrie im Raum geschaffen wird. Schlafräume mit weniger Platz schließen diese Option manchmal von vornherein aus, sodass das Bett stattdessen mit einer Seite zur Wand gestellt werden muss. Das ist in Zimmern von Kindern und Single-Eltern kein Problem, beim Doppelbett jedoch äußerst unpraktisch.
Funktionale Räume
Bei der Grundriss-Gestaltung funktionaler Räume im Haus sollte an diese Aspekte gedacht werden:
Badezimmer: Ausreichende Anzahl an Waschbecken, Dusche und/oder Badewanne, Ablageflächen und verschließbarer Stauraum, gute Belüftung durch Fenster oder Lüftungsanlagen
Arbeitszimmer: Ergonomische Arbeitsumgebung, genügend Stauraum, Integration der benötigten technischen Geräte (z.B. PC, Drucker und Bildschirme)
Hauswirtschaftsraum: Lagermöglichkeiten, Ausstattung (z.B. Waschmaschine und Trockner), Anzahl und Art der benötigten Anschlüsse
Flexibilität und Zukunftssicherheit beim Hausgrundriss
Wer ein Haus für die eigene Familie baut, hat üblicherweise vor, über Jahrzehnte hinweg darin zu wohnen. Aus diesem Grund ist es wichtig, verschiedene Eventualitäten des Lebens beim Planen der Grundrisse mitzudenken und den Hausgrundriss möglichst anpassungsfähig zu gestalten.
Konkret bedeutet das: Häuser-Grundrisse sollten die Möglichkeit für spätere Umbauten und Erweiterungen offenhalten. Bauherren können Räume zum Beispiel so planen, dass diese bei Bedarf durch den Einbau einer weiteren Wand in zwei Zimmer verwandelt werden können. Familien mit Kindern sollten über einen Dachgeschoss-Grundriss nachdenken, der später einen Ausbau des Obergeschosses ermöglicht, oder den Keller so dämmen, dass darin eines Tages eine Einliegerwohnung eingerichtet werden könnte. Durch solche Maßnahmen kann der Nachwuchs im Jugend- oder jungen Erwachsenenalter sein eigenes Reich im Haus bekommen.
Was das Wohnen im Alter betrifft, so bietet es sich an, das Erdgeschoss barrierefrei zu planen oder den Grundriss zumindest so aufzubauen, dass sich mit kleinen baulichen Maßnahmen mehr Barrierefreiheit erreichen lässt.
Baufamilien, die solch weitreichende Überlegungen bei der Erstellung der Hausentwürfe und Grundrisse anstellen, ebnen den Weg für ein langes Leben in einem Traumhaus, das sich den sich ändernden Bedürfnissen seiner Bewohner flexibel anpasst.
Licht und Belüftung
Egal ob Einfamilienhaus, Doppelhaus, Stadtvilla, Bungalow oder Holzhaus: Für Beleuchtung und Belüftung muss in jedem Eigenheim gesorgt sein. Beim Positionieren der Fenster in Grundrissen sind diese Informationen zu berücksichtigen:
Nach Süden ausgerichtete Fenster bringen den höchsten Wärmegewinn
Durch östlich gelegene Fenster scheint die Sonne am Morgen ins Haus
Fenster, die nach Westen gerichtet sind, lassen die Abendsonne herein
Haus-Grundrisse, die ausreichend Fenster in jedem Raum beinhalten, brauchen im Grunde keine zusätzlichen Belüftungssysteme. Wird bei der Planung des Hauses jedoch ersichtlich, dass es an Fensterflächen mangelt, kann die Installation einer Lüftungsanlage eine gute Lösung sein. Auch diese muss selbstverständlich in den Grundriss integriert werden.
Elektrizitäts- und Datennetzwerke im Grundriss
Weitere Elemente, die beim Anfertigen der Haus-Grundrisse nicht vergessen werden dürfen, sind Installationen, die für das Elektrizitäts- und Datennetzwerk des Hauses benötigt werden. Dazu gehören unter anderem:
Steckdosen
Lichtschalter
Telefon- und Internetanschlüsse
TV-Anschlüsse
Gegensprechanlagen
Schalter für elektrische Rollläden
Smart-Home-Komponenten
In puncto Steckdosen ist es ratsam, eher ein paar mehr als zu wenige einzuplanen, um zu vermeiden, dass dann doch mit provisorischen Mehrfachsteckdosen gearbeitet werden muss.
Bei Fertighäusern sind die im Werk produzierten Wände übrigens schon mit Öffnungen für Anschlüsse, Schalter und Co. versehen, wenn sie auf der Baustelle ankommen. Dadurch verkürzt sich der Zeitaufwand für die Installation vor Ort. Weitere Vorteile und wichtige Infos rund um Fertighäuser liefert Ihnen die Website des Fertighausexperten – viel Spaß beim Stöbern!
Energieeffizienz und Nachhaltigkeit
Heute bieten sich Bauherren zahlreiche Möglichkeiten, ihr Einfamilienhaus gezielt nachhaltig und energieeffizient zu bauen. Viele der gängigen Maßnahmen lassen sich aber nur dann optimal ins Haus integrieren, wenn sie sorgfältig in die Grundrisse eingeplant wurden.
Beispiele für Mittel und Wege, die Nachhaltigkeit und Energiebilanz eines Hauses zu optimieren, sind:
PV- und Solaranlagen (z.B. auf dem Sattel- oder Flachdach)
Wärmepumpen
Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung
Smart-Home-Systeme zur intelligenten Steuerung der Heiz- und Lüftungssysteme
Flachdach-Begrünungen
Regenwasseraufbereitungsanlagen
Akustik und Schalldämmung
Wann immer mehrere Menschen gemeinsam in einem Haus leben, wird die Schalldämmung innerhalb des Hauses zum bedeutenden Thema. Zudem sind in naher Umgebung befindliche Lärmquellen von außen – zum Beispiel Kindergärten oder Hauptverkehrsstraßen – einer der Faktoren, die bei der Hausgrundriss-Planung einkalkuliert werden müssen.
Generell sollten Zimmer, in denen man sich Ruhe wünscht, nicht an der Hausseite, die zur äußeren Lärmquelle zeigt, angelegt werden. Das Schlaf- oder Kinderzimmer sollte im Grundriss also in möglichst weiter Distanz zur Lärmquelle liegen, während ein gewisser Geräuschpegel im Hauswirtschaftsraum vergleichsweise wenig stört. Im Haus selbst sollten Zimmer, in denen es lauter zugehen könnte, sofern machbar nicht direkt an „Ruheräume“ angrenzen.
Zur baulichen Aufwertung der Wände zwecks Schallschutz können ergänzend diese Materialien eingesetzt werden:
Akustikschaumstoff
Glas- und Mineralwolle
Holz- und Gipsplatten
Doppelwand mit Vorsatzschale
Sicherheit im Grundrissdesign
Bezüglich der Sicherheit sind beim Haus-Grundriss hauptsächlich zwei Dinge zu beachten: Brandschutz und Fluchtwege. Je nach Art des Hauses müssen an bestimmten Stellen Brandschutzwände und -decken gebaut werden. Beim Einfamilienhaus-Grundriss kann dies im Regelfall vernachlässigt werden, da das klassische Einfamilienhaus eine einzelne Wohneinheit darstellt, von der aus sich ein Feuer nicht auf andere Wohneinheiten ausbreiten kann. Anders kann das beim Einfamilienhaus-Grundriss mit Einliegerwohnung sein.
Während für große Häuser mit vielen Wohnungen und öffentlichen Gebäuden Flucht- und Rettungspläne vorgelegt werden müssen, ist dies beim normalen Einfamilienhaus nicht nötig. Dennoch sollte beim Planen der Einfamilienhaus-Grundrisse daran gedacht werden, dass die Bewohner das Haus im Fall der Fälle auf möglichst kurzen Wegen verlassen können müssen.
Weitere Sicherheitsaspekte beziehen sich auf die Treppen und Balkone des Hauses. Die Sicherheit von Treppen lässt sich durch angemessene Trittbreiten, Neigungswinkel und Schrittmaße sowie durch Handläufe und eine gute Beleuchtung im Bereich des Treppenaufgangs gewährleisten. Bei Balkonen, die ebenfalls im Grundriss einzuzeichnen sind, sind ausreichend hohe Geländer ein absolutes Muss. Im Übrigen werden Balkone als Teile des Hauses angesehen, weshalb die regulären Abstandsflächen einzuhalten sind.
Grundriss-Anpassung an lokale Bauvorschriften
Der Haus-Grundriss ist eines der Dokumente, die vorgelegt werden müssen, bevor eine Baugenehmigung erteilt werden kann. Damit das Genehmigungsverfahren reibungslos und ohne Verzögerung über die Bühne gehen kann, sollten Bauherren sicherstellen, dass ihr Hausgrundriss keinen Baunormen und -vorschriften widerspricht.
Hier kann es helfen, sich Grundriss-Beispiele für Einfamilienhäuser anzusehen und sich intensiv mit bundes- und landesweiten sowie kommunalen Baugesetzen und Regelungen zu befassen. Außerdem ist es empfehlenswert, den Haus-Grundriss gemeinsam mit einem fachkundigen Architekten zu erstellen oder den selbst angefertigten Grundriss zumindest vor Einreichung von einem solchen Fachmann überprüfen zu lassen.
Kosteneffizienz und Budgetierung
Ein Grundriss, der alle Bauvorschriften berücksichtigt, den verfügbaren Platz im Haus ideal nutzt und die Bewohner für alle Eventualitäten wappnet, nützt überhaupt nichts, wenn er sich finanziell nicht realisieren lässt. Bei der Grundrissplanung müssen Baufamilien entsprechend Kosten und Budget im Blick behalten.
Diese Strategien und Optionen zur Kostenreduktion können im Zuge der Grundrissplanung bei Einfamilienhäusern in Betracht gezogen werden:
Simple Architektur
Offener Grundriss (keine bauliche Trennung von Küche, Wohn- und Esszimmer)
Kurze Flure
Kurze Leitungswege (z.B. Küche und Bad mit Wasseranschluss nebeneinander platzieren)
Wohnfläche auf den tatsächlichen unbedingten Bedarf reduzieren
Verzicht auf einen Eingangsbereich und andere verzichtbare Räume (z.B. Arbeitszimmer, Hobbyraum oder Ankleide)
Oftmals wird im Sinne einer Kostenersparnis auch daran gedacht, das Einfamilienhaus mit einer bloßen Bodenplatte statt mit Keller zu bauen. Auf den ersten Blick senkt das die Baukosten natürlich, allerdings geht auch vergleichsweise günstige Wohn- und Nutzfläche verloren. Ob man das Haus mit oder ohne Keller baut, sollte also gut abgewogen werden. Alle Infos, die Bauherren brauchen, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können, finden sie auf der Website des Kellerexperten.
Wenn Sie herausfinden möchten, was Ihr Hausbau in Anbetracht des Grundrisses schätzungsweise kosten wird, können Sie hierfür unseren praktischen Grundriss Kosten Rechner nutzen.
Vertragsgestaltung mit Architekten und Bauunternehmern
Laien ohne Ausbildung im Bereich des Bauwesens können die Grundrisse für ihr Haus von Rechtswegen zwar selbst erstellen, davon ist jedoch eher abzuraten. Besser ist es, mit den Ideen und Wünschen für das Haus zu einem Architekten oder Bauunternehmen zu gehen und den Einfamilienhaus-Grundriss professionell erstellen zu lassen.
Die Grundlage für das Geschäftsverhältnis zwischen Architekt und Bauherr wird durch einen Vertrag gebildet, der sämtliche Leistungen, den Zeitrahmen für die Zeichnung des Grundrisses und die Zahlungsmodalitäten festschreiben sollte.
Tipps zum (Einfamilienhaus-) Grundriss
Diese fünf Tipps unterstützen Baufamilien bei der Hausgrundriss-Planung und helfen, typische Fehler zu vermeiden:
#1: Bedarf an Platz realistisch einschätzen
Die Wohnfläche, die ein Raum bietet, wird im Grundriss in Quadratmetern angegeben. Nicht selten fehlt es den späteren Bewohnern jedoch an einem realistischen Gespür für Raumgrößen. Die böse Überraschung kommt, wenn man in der viel zu beengten Küche oder dem unnötig großen Kinderzimmer steht – dann ist es für Korrekturen zu spät.
Unser Tipp: Vermessen Sie beliebige kleine und größere Räume, zu denen Sie Zugang haben, um die Größenordnungen besser einschätzen zu können. So gewinnen Sie eine bessere Vorstellung davon, wie viel Platz Sie für welche Räume im Grundriss Ihres Hauses einplanen sollten.
#2: Laufwege optimieren
Um die Fläche, die der Haus-Grundriss bietet, effizient zu nutzen und den Wohnkomfort zu erhöhen, sollten die Laufwege, die tagtäglich im Haus zurückgelegt werden, kurz ausfallen. Familien mit kleinen Kindern sollten Schlafzimmer und Kinderzimmer beispielsweise in unmittelbarer Nähe zueinander anlegen. Genauso sollte sowohl vom Wohnbereich als auch von Schlafzimmer und Kinderzimmer aus ein Bad erreichbar sein, ohne dass hierfür lange Flure oder gar Treppen passiert werden müssen.
#3: Öffnungsradius von Türen und Fenstern bedenken
Türen und Fenster nehmen nicht nur Platz an der Wand ein, sondern auch im Inneren des Raumes. Schließlich müssen sie geöffnet werden. Den Öffnungsradius nicht zu berücksichtigen, wenn Haus-Grundrisse geplant werden, ist ein mehr als ärgerlicher Fehler, der leider recht häufig passiert. Glücklicherweise lässt er sich ganz einfach umgehen, indem man die Maße der Türen und Fenster sowie ihre Öffnungsrichtung inklusive des Raumes, den sie beim Öffnen einnehmen, von vornherein in den Einfamilienhaus-Grundriss einzeichnet.
#4: Richtiges Verhältnis zwischen Privatsphäre und Gemeinschaft finden
Ein Haus, in dem sich alle Bewohner wohlfühlen können, muss sowohl Rückzugsorte als auch Wohnfläche, auf der die ganze Familie zusammenkommen kann, bieten. Die Herausforderung liegt darin, das richtige Verhältnis zu finden. Natürlich unterscheiden sich die Bedürfnisse nach Privatsphäre und Gemeinschaft von Familie zu Familie und von Person zu Person, weshalb der Grundriss des Hauses diesbezüglich individuell angepasst werden muss.
#5: Genug Stauraum einplanen
Haus-Grundrisse, die zu wenig Stauraum vorsehen, erschweren es den Bewohnern, ein ordentliches Wohnumfeld zu schaffen. Bei der Planung der Grundrisse sollte daher nicht an Ablageflächen und verschließbarem Stauraum gespart werden, vor allem im Kinderzimmer, in der Küche, im Arbeitszimmer und im Badezimmer.
Wie finde ich den richtigen Grundriss für mich?
Ein Hausgrundriss kann auf so viele unterschiedliche Arten ausgestaltet werden, dass sich bei so manchem Bauherrn schnell eine gewisse Überforderung breitmacht. Welcher Grundriss ist denn nun der richtige für mich? Diese Frage beantwortet man im Idealfall in Zusammenarbeit mit einem Experten für die Grundrissgestaltung. Dieser weiß, worauf es beim Grundrissplan ankommt, und kennt womöglich Optionen, die Wünsche der Baufamilie umzusetzen, auf die der Laie nicht kommen würde.
Um sich einen Eindruck von der Arbeit der A better place Architekten zu machen, können Sie sich übrigens Referenz-Hausgrundrisse ansehen. Von der Stadtvilla über den Bungalow und das Holzhaus bis hin zum klassischen Einfamilienhaus ist in der Grundriss-Auswahl jeder Haustyp vertreten – lassen Sie sich inspirieren!
Grundrisse planen: Praktische Tools und Ressourcen
Auch wenn wir Menschen ohne Fachwissen empfehlen, Hausgrundrisse nicht selbst, sondern mit einem Profi an der Seite zu erstellen, möchten wir abschließend auf einige Tools für die Grundriss-Planung zu sprechen kommen. Diese können nämlich durchaus hilfreich sein, um verschiedene Möglichkeiten durchzuspielen und schon vor dem Termin mit dem Architekten Ideen zur Umsetzung der eigenen Wünsche im Grundriss zu entwickeln.
Mitunter kommen diese Online-Tools und Softwares zur Grundriss-Erstellung und -Visualisierung infrage:
RoomSketcher
Floorplanner
Edraw Max
Mein Hausplaner
Cedreo
Fazit
Der Grundriss bestimmt nicht nur, wie groß Häuser sind, wo sie auf dem Grundstück liegen und wie viele Stockwerke sie beinhalten, sondern führt auch Details, wie die Anzahl und Platzierung der Zimmer, die Position von Anschlüssen und Elektroinstallationen und die Plätze für Türen und Fenster, auf. Folglich ist die durchdachte Gestaltung des Grundrisses entscheidend für den Erfolg des Bauprojekts und sollte mit größter Sorgfalt in Angriff genommen werden. Gerade bei größeren Bauvorhaben empfiehlt es sich, frühzeitig einen Blick in den örtlichen Bebauungsplan zu werfen und sich durch ein Musterhaus oder moderne Ansätze der Bauweise neue Inspiration für die optimale Gestaltung von Wohnraum im Mehrfamilienhausbereich zu holen.
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Finanzierung
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