In dieser Grundriss Show zeigt Architekt Thomas eine Planung noch ganz am Anfang des Entwurfsprozesses, basierend auf ersten skizzenartigen Darstellungen. Entstehen soll ein Wohnhaus mit Einliegerwohnung für die Eltern des Bauherrn auf einem eng bemessenen Grundstück. Spannend ist der Einblick in den frühen Planungsprozess selbst, inklusive Skizzentechnik und erster Volumenstudien.
Zusammenfassung
Thomas erläutert zunächst die Rahmenbedingungen. Das Wohnhaus soll rund 220 bis 230 Quadratmeter umfassen, zuzüglich einer Einliegerwohnung für ein Elternteil des Bauherrn sowie Garage und Carport. Das Grundstück ist mit etwa 500 Quadratmetern knapp bemessen, und die Vorgaben des Bebauungsplans wie die Grundflächenzahl schränken die bebaubare Fläche zusätzlich ein, während der Bauherr gleichzeitig eine maximale Flächenausnutzung wünscht.
Im Erdgeschoss liegt der Hauszugang mittig, mit separatem seitlichem Zugang zur Einliegerwohnung. Garage und Carport mussten innerhalb des Baufensters positioniert werden, was ihre Lage an der Ostseite des Grundstücks bestimmte. Über den Hauseingang gelangt man in eine Schmutzzone, von der aus sowohl der Weg in den geplanten Keller als auch in den rückwärtigen Wohnbereich führt. Ein Gäste WC lässt sich über ein Oberlicht im Carportdach belichten, während ein angrenzendes Büro dem Bauherrn einen ruhigen, abgetrennten Arbeitsbereich bietet. Der große Wohnessbereich mit Küche öffnet sich nach hinten zum Garten und bietet nach Westen einen unverbaubaren Blick in die Landschaft, der durch großzügige Glasflächen betont werden soll.
Die separate Einliegerwohnung ist über einen eigenen, überdachten Hauseingang erreichbar und umfasst einen Garderobenbereich, einen kombinierten Wohnessbereich mit kleiner L-Küche, ein Schlafzimmer mit großen Schiebetüren sowie ein innenliegendes Badezimmer, das über ein Oberlicht zum Schlafzimmer indirektes Tageslicht erhält. Ein Fassadenversprung an dieser Stelle ergibt sich aus dem schräg zugeschnittenen Baufenster.
Im Obergeschoss führt ein durch die Treppenform bedingter, nach vorne belichteter Flur zu einem zurückgezogenen Gästezimmer mit eigenem Bad, einem zweiten Büro sowie zwei gleich großen Kinderzimmern mit gemeinsamem Duschbad. Der rückwärtige Bereich ist für das Elternschlafzimmer mit Ankleide und Bad reserviert, um den schönen Blick optimal zu nutzen. Die komplexe Dachform mit gaubenartigen Erweiterungen schafft zusätzliche Grundrissfläche und erfordert eine Befreiung vom Bebauungsplan, da im Gebiet eigentlich kein Walmdach vorgesehen ist. Abschließend werden erste Volumenstudien besprochen, die dabei helfen sollen, den komplexen Baukörper räumlich zu erfassen, sowie die Vorteile eines Walmdachs für eine spätere Photovoltaiknutzung auf allen Dachflächen.