Wie plant man ein Einfamilienhaus ohne Bebauungsplan? | Grundriss-Show Ep. 156

In dieser Folge der „Grundrissshow“ präsentiert Architektin Gabriela einer Moderatorin ein maßgeschneidertes Einfamilienhaus für eine vierköpfige Familie mit rund 190 m² Wohnfläche. Das Haus entstand in enger Zusammenarbeit mit den Bauherren auf einem Grundstück in einer gewachsenen Wohnsiedlung, wo ein Bestandsgebäude abgerissen und durch einen modernen Neubau ersetzt wurde. Das Video führt Schritt für Schritt durch alle Geschosse und zeigt, wie das Haus sowohl aktuelle Bedürfnisse als auch zukünftige Nutzungsszenarien clever berücksichtigt.

Zusammenfassung

Im Video stellt Architektin Gabriela im Rahmen der „Grundrissshow“ einen Neubau-Entwurf für ein Einfamilienhaus vor, das auf einem Grundstück in einer gewachsenen Wohnsiedlung entstand. Da ein älteres Bestandsgebäude die heutigen Anforderungen nicht mehr erfüllte, fiel die Entscheidung für einen vollständigen Abriss und Neubau. Die Planung erfolgte gemäß Paragraph 34 des Baugesetzbuches, da kein gültiger Bebauungsplan vorliegt. Dieser Rahmen verpflichtet dazu, sich an der umliegenden Bebauung zu orientieren, gibt Architekten aber auch gestalterische Freiheiten.

Das Haus gliedert sich in drei Ebenen. Im Untergeschoss befindet sich eine Teilunterkellerung mit Technik, Abstellraum und einem Hobbyraum, der durch vorausschauende Planung bereits alle Voraussetzungen für eine spätere Einliegerwohnung erfüllt, darunter Küche, Bad und separater Eingang. Das Erdgeschoss bildet das Herzstück des täglichen Lebens mit einem offen gestalteten Koch- und Wohnbereich, der einen fließenden Übergang zum Garten schafft. Ein flexibel nutzbares Büro, ein Gäste-WC mit Dusche, ein eigener Waschraum sowie eine großzügig dimensionierte Garage mit Direktzugang und Abstellraum runden die Ebene ab.

Im Obergeschoss findet sich der private Bereich der Familie. Die Master-Bedroom-Suite hat ein eigenes Bad, während die beiden Kinderzimmer eine gemeinsame Ankleide teilen und über ein separates Familienbad verfügen. Besonderer Wert wurde auf natürliche Belüftung aller Bäder sowie auf kurze Leitungswege gelegt, indem sämtliche Nassbereiche übereinander angeordnet wurden. Ein freistehendes Badewannen-Highlight im Hauptbad setzt einen architektonischen Akzent.

Der Entwurf zeigt insgesamt, wie eine durchdachte Raumplanung aktuelle Wohnbedürfnisse mit zukünftigen Nutzungsszenarien verbindet, dabei wirtschaftlich effizient bleibt und sich respektvoll in seine Umgebung einfügt.

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