Bautenschutz

Der Bautenschutz gehört zur Bauphysik und beschreibt alle Maßnahmen, die eine Immobilie vor schädlichen und gefährlichen Einwirkungen schützen soll. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um Schäden durch Umwelteinflüsse oder gar Produktionseinflüsse geht. Gleichzeitig sollen mit dem Bautenschutz auch die Funktionen eines Bauwerks sichergestellt oder wieder hergestellt werden. Aber nicht nur der Schutz des Bauwerkes ist wichtig, sondern auch die Sicherheit und die Gesundheit seiner Bewohner bzw. Nutzer.

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Was versteht man unter dem Begriff Bautenschutz?

Äußerlich können Bauwerke sowohl durch Witterungseinflüsse als auch durch Erschütterungen, Lärmbelästigung, Blitz und Feuerübertragung bedroht werden. Ebenso sorgen auch Schadstoffe in der Luft, Feuchtigkeit und Wasser unter der Erde für Schäden an Bauwerken. Letzteres geschieht entweder durch Setzungen und Senkungen beim Bergbau oder in einem Erdbebengebiet sowie durch Grundwasser. Im Inneren eines Gebäudes kann es zu Schäden und Beeinträchtigungen durch austretendes Wasser aus einer Warmwasserheizung oder den Sanitäranlagen kommen, aber auch durch eine zu hohe Raumfeuchtigkeit, Feuer oder Explosion.

Die Schutzbereiche

Im Bautenschutz gibt es daher mehrere Bereiche.

  • Schallschutz

  • Wärmeschutz

  • Feuchteschutz

  • Brandschutz

  • Säureschutz

Schallschutz

Bei diesem Bereich werden alle Maßnahmen zur Verminderung der Luft- und Körperschallübertragung zusammengefasst. Gleichzeitig geht es um Maßnahmen zur Reduktion von Lärmemissionen von außen sowie im Inneren eines Gebäudes. Im Rahmen des Schallschutzes werden verschiedene Konstruktionen, Bautechniken und Baumaterialien eingesetzt. Es soll dadurch die Geräuschübertragung durch Fenster, Türen, Wände, Decken und Böden verringern. Es ist möglich, dass zwischen Lärmquellen und lärmempfindlichen Bereichen spezielle Lärmschutzwände aufgebaut werden.

Wärmeschutz

Das Ziel des Wärmeschutzes ist eine Verringerung der Wärmeübertragung einzelner Bauteile. Dieser ist unterteilt in einen sommerlichen Schutz vor zu viel Wärme im Gebäude und einen winterlichen Schutz gegen Kälte. Somit soll einem Wärmeverlust durch Verhinderung von Wärmebrücken und Undichtigkeiten entgegengewirkt werden. Dabei gehen die intakte Wärmedämmung und der normgerechte Feuchteschutz auch bei einer Gebäudesanierung Hand in Hand.

Feuchteschutz

Hierbei werden Schäden am Haus durch das Eindringen von Wasser und Feuchtigkeit verhindert. Dazu gehören Abdichtungsmaßnahmen, die nicht nur das Eindringen von Feuchtigkeit verhindern, sondern die Bausubstanz auch vor einer Durchfeuchtung schützen. Des Weiteren bedeutet dies eine korrekte Installation von wasserführenden Bauteilen im Inneren eines Gebäudes. Mit den richtigen Feuchtigkeitsschutzmaterialien kann die Feuchtigkeitsbildung in Baumaterialien und im Haus verhindert werden.

Brandschutz

Die Brandschutzmaßnahmen sind sehr vielfältig. Unter anderem geht es hierbei um Vorbeugung, Ausbreitung, Lebensrettung und Verhalten beim Brand. Hierzu zählen alle Maßnahmen zum Schutz vor Bränden durch ein Feuer, durch Blitzeinschläge oder durch eine Explosion. Dies kann erreicht werden Brandschutzwände, feuerfeste Türen, eine Fluchtwegplanung sowie Löschanlagen im Haus. Sämtliche Maßnahmen sollen Schäden durch ein Feuer weitestgehend minimieren. Dabei darf nicht vergessen werden, dass der Brandschutz in einem Haus gesetzlich geregelt ist. Informationen hierzu geben verschiedene Fachbetriebe.

Säureschutz

Es geht hierbei um Schutzmaßnahmen gegen eine Korrosion, mit dem Ziel Schäden am Gebäude und den Gebäudebestandteilen (technische Anlagen, Behältnisse, Apparate) zu verhindern. Beim Bau von privaten Häusern geht es in erster Linie um den Schutz vor Korrosion der Bauteile. Beton bietet hier eine gute Schutzumgebung für Stahlbauteile gegen Korrosion. Wegen der hohen anfänglichen Alkaligehalte bildet sich automatisch ein extrem dünner passiver Schutz auf der Oberfläche des Stahls. Diese Schicht schützt wirksam vor einer Korrosion des Stahls.

Bautenschutz in der Sanierung

Ein sehr wichtiger Aspekt für den Werterhalt eines Gebäudes ist der nachhaltige Schutz der Bausubstanz und vom Mauerwerk. Werden bei einem Neubau der Bautenschutz mit eingeplant und die Baukonstruktion sowie die Wahl der Baustoffe realisiert, müssen bei Altbauten sehr oft ergänzende Maßnahmen ergriffen werden, um die Bausubstanz bzw. deren Funktion zu erhalten oder wiederherzustellen. Es gibt hier verschiedene Instandsetzungsmaßnahmen. Diese dienen unter anderem

  • der energetischen Sanierung der Gebäudehülle

  • den Abdichtungsmaßnahmen

  • dem Sanierputz

  • der Sanierung und Beseitigung von Schimmel

  • der Bautrocknung und Mauertrockenlegung

Ein positiver Nebeneffekt des Bautenschutzes ist es, dass das Raumklima innerhalb des Gebäudes verbessert wird. Dies wiederum trägt deutlich zur Gesundheit und Sicherheit bei. Es reduziert zum Beispiel durch Schimmelsporen gesundheitliche Risiken. Die Maßnahmen haben immer einen zusätzlichen Effekt auf den Wärmeschutz des Hauses, sodass Bautenschutz auch Umweltschutz bedeutet. Dazu nötige Informationen gibt es von den Experten.

Bautenschutz verlangt Fachkenntnisse

Der Schutz von Gebäuden erfordert nicht nur ein spezielles Fachwissen, sondern auch ein sehr gutes handwerkliches Geschick. Typische Schwachpunkte am Bau sind dabei: defekte Terrassenabschlüsse, eine fehlerhafte oder defekte Außenabdichtung, unzureichend abgedichtete Fugen zwischen Betonwand und Bodenplatte, mangelnde Wärmedämmung und Brandschutz. Die Erfahrung zeigt, dass diese Fachkenntnisse in den verschiedenen Ausbildungsberufen des Baugewerbes nur in Teilbereichen vermittelt werden. Nach einer Initiative und der Mitwirkung des DHBV gibt es seit dem Jahr 2007 die Berufsausbildung Holz- und Bautenschützer/in. Seit dem Jahr 2012 gibt es eine Meisterausbildung im Holz- und Bautenschutz Handwerk. Ein geprüfter und qualifizierter Fachbetrieb sowie Sachverständige sind Mitglied im DHBV e.V.

Fazit zum Bautenschutz

Der qualifizierte Bautenschutz bedeutet immer eine Investition in die Zukunft von Immobilien. Nicht nur bei Altbauten ist der fachgerechte Bautenschutz durch den Fachbetrieb eine vorsorgliche Maßnahme gegen Feuchtigkeit im Bau. Gerade bei Gebäuden aus Holz sind Brandschutz und Holzschutz sehr wichtige Bautenschutz Themen. Schon bei einem Neubau kann durch eine unsachgemäß ausgeführte Arbeit oder eine mangelnde Bautrocknung ein Problem mit Nässe auftreten. Putz kann bröckeln oder abfallen, es kann zu Stockflecken an der Wand oder zur Bildung von Schimmel mit unangenehmem Geruch kommen.

Der Bautenschutz sollte niemals auf die leichte Schulter genommen werden. Mit den richtigen Maßnahmen im Bautenschutz in Zusammenarbeit mit einem Fachbetrieb kann einer Zersetzung der Bausubstanz sowie einem Wertverlust des Hauses vorgebeugt werden.

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