Grundriss Einfamilienhaus
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Dirk von a better place
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Den universellen oder den perfekten Grundriss gibt es nicht. Jeder Bauherr hat seine eigenen Wünsche und Vorstellungen von seinem Traumhaus. Oft ist es schon schwer, die Ideen und Wünsche der ganzen Familie unter einen Hut zu bringen. Mit einer sorgfältigen Grundrissplanung kann den Anforderungen aller Bewohner genüge getan werden. Wir möchten zeigen, worauf es beim Grundriss Einfamilienhaus ankommt und was unbedingt beachtet werden muss.
Kurz & Kompakt
Grundriss zuerst planen: Raumaufteilung, Himmelsrichtung und Verkehrsflächen bestimmen die Wohnqualität langfristig.
Himmelsrichtung entscheidet: Wohnbereiche nach Süden, Schlafzimmer nach Norden oder Osten – das spart Heizkosten und schafft Komfort.
Architekt lohnt sich: Ein individuell geplanter Grundriss Einfamilienhaus vermeidet teure Planungsfehler, die später kaum korrigierbar sind.
Flexibilität einplanen: Barrierefreiheit, Einliegerwohnung oder teilbare Kinderzimmer sollten von Anfang an mitgedacht werden.
Gesetzliche Vorgaben
Bauherren müssen beim Grundriss zwei gesetzliche Vorgaben beachten. Gemeint ist damit das öffentliche und das private Baurecht. Während das öffentliche Baurecht die Vorschriften umfasst, die im Vorfeld von den Städten und Gemeinden für jedes Baugebiet ausgearbeitet wurden, geht es beim privaten Baurecht um Beziehung und Vertrag zwischen Bauherr und Bauunternehmen.
Öffentliches Baurecht
Bevor die Planung für ein Bauprojekt beginnt, sollte unbedingt ein Blick in den Bebauungsplan geworfen werden. Der Bebauungsplan kann entweder beim zuständigen Bauamt angefordert werden oder er steht im Internet zur Ansicht bereit. In einem solchen Bebauungsplan sind alle Vorgaben zu den städtebaulichen Maßnahmen je Baugebiet festgelegt. Es geht dabei unter anderem um die Anzahl der Geschosse, die Geschossflächen und vieles mehr.
Je nach Bundesland sieht das öffentliche Baurecht anders aus. In jedem Fall schreibt das öffentliche Baurecht dem Bauherren die Verkehrssicherungspflicht vor. Dies bedeutet, dass der Bauherr in Regress genommen werden kann, wenn die Baustelle nicht vorschriftsmäßig abgesichert wurde.
Privates Baurecht
Hierbei geht es um den Vertrag zwischen dem Bauherr und dem Bauunternehmen. Vielen Häuslebauern ist in diesem Zusammenhang der Werkvertrag ein Begriff. Bevor dieser 2018 reformiert wurde, galt er als rechtlicher Rahmen für viele private Verträge. In der Vergangenheit wurde mit diesem Werkvertrag eine kleinere Handwerksleistung wie der Bau von Tisch und Stuhl ebenso geregelt wie der komplette Bau eines Hauses. Ganz klar sind die Anforderungen an den Werkvertrag beim Hausbau deutlich höher als bei anderen kleineren Handwerksleistungen, sodass der Vertrag in der alten Form nicht gerecht war. Gerade beim Hausbau sind eine Reihe von Zusatzvereinbarungen nötig. Bauunternehmen sind im Bau- und Vertragswesen gefestigter als Bauherren – es entstand somit immer ein Ungleichgewicht zwischen den beiden Parteien. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber das Baurecht mit Berücksichtigung des Verbraucherschutzes geändert. Dadurch entstanden sowohl für den Kunden als auch für das Unternehmen gleiche Bedingungen.
Grundrissplanung des Einfamilienhauses
Den einen Grundriss für das Einfamilienhaus gibt es nicht, denn jede Familie ist anders. In den meisten Fällen sind im Grundriss Einfamilienhaus ein Elternschlafzimmer und zwei Kinderzimmer vorgesehen – doch die konkreten Wünsche und Bedürfnisse der Bewohner gehen weit darüber hinaus.
Ganz wichtig für den Einfamilienhaus Grundriss ist, dass ein paar grundlegende Fragen geklärt sein müssen. Dabei geht es nicht nur um die benötigte Wohnfläche und die Bauweise, sondern auch um die nötigen Räume, deren Aufteilung, Raumgrößen und Grundfläche.
Die benötigte Wohnfläche ist beim Einfamilienhaus zwar variabel, bewegt sich jedoch meistens zwischen 100 und 140 Quadratmeter. Bei einem Bungalow bedeutet dies, dass das Baugrundstück entsprechend groß sein muss, da sich die gesamte Wohnfläche auf einer Ebene und damit auf einer größeren Grundfläche verteilt. Im Gegensatz dazu benötigt ein zweigeschossiges Haus weniger Grundfläche, was wiederum viele Varianten für den Grundriss und den Hausbau offen lässt.
Beim Grundriss für das Einfamilienhaus sollte die Anzahl der Zimmer gut überlegt sein. Ebenso wichtig ist es, ob diese in offener oder geschlossener Bauweise realisiert werden sollen. Sicherlich hängt die Anzahl der Zimmer im Einfamilienhaus von der Anzahl der Bewohner ab und welche Räumlichkeiten außerdem gewünscht sind. Dazu zählen Arbeits- und Gästezimmer sowie ein Hobbyraum. Dank der offenen Bauweise ist es möglich, einen großen Wohn-Essbereich zu gestalten. Dabei gibt es einen direkten Zugang von der Küche über den Essbereich zum Wohnzimmer. Bei der geschlossenen Bauart dagegen hat jedes Zimmer eine eigene Tür und ist auch nur so zugänglich.
Beim Grundriss für das klassische Einfamilienhaus befinden sich alle gemeinschaftlich genutzten Räume wie Küche, Gäste-WC, Wohnzimmer und Essbereich im Erdgeschoss. Diese Räume sind über eine Diele oder einen Flur zu erreichen. Eine Treppe führt in das Obergeschoss, wo die Schlafzimmer und Gästezimmer zu finden sind. Ebenso wichtig bei der Grundrissplanung ist die Aufteilung der Nutz- und Verkehrsfläche. Dazu gehören Flure, Dielen und Treppen.
Was sollte bei der Planung beachtet werden?
Bereits bei der Planung für das Einfamilienhaus sollten sich Bauherren verschiedene Fragen stellen. Dazu gehören unter anderem, wie sich das Familienleben in Zukunft entwickeln wird. Sind Kinder geplant und möchte man selbst bis ins hohe Alter im Haus wohnen bleiben? Wo werden die Kinder in erster Linie im Haus spielen? Wie sieht es mit Stauraum im Haus aus? Soll dazu der Keller genutzt werden oder bei einem Haus ohne Keller das Dachgeschoss? Eine Option hierbei sind Stauräume außerhalb des Hauses in einer Garage, einem Geräteraum oder einem Gartenhäuschen. Ebenso wichtig ist bei der Planung die eigene Lärmempfindlichkeit, also offene Bauweise oder eher Zimmer mit eigenen Türen.
Wohnfläche
Die durchschnittliche Wohnfläche für ein Einfamilienhaus liegt bei ca. 140 bis 150 Quadratmeter. Diese Angabe ist individuell und kann sowohl nach unten als auch nach oben abweichen.
In jedem Fall muss das Einfamilienhaus realistisch und effizient geplant werden. Mit nur einem Zimmer mehr oder der Möglichkeit, einen Raum später zu teilen, wächst auch die Flexibilität. Gleiches gilt für einen Keller. Die Entscheidung dagegen sollte wohl überlegt sein, denn der Keller bietet nicht nur Platz für die Haustechnik, sondern kann auch als separate Wohneinheit oder als Arbeitszimmer genutzt werden.
Größe und Aufteilung der Räume
Für den Wohn-, Ess- und Kochbereich werden in der Regel 50 Quadratmeter geplant. Die einzelnen Räume haben dabei meist folgende Raumgrößen im Traumhaus:
Eingang/Flur: 5 Quadratmeter
Küche: 15 Quadratmeter
Essbereich: 15 Quadratmeter
Wohnbereich: 20 Quadratmeter
Schlafzimmer: 10–15 Quadratmeter
Kinderzimmer: 15 Quadratmeter
Badezimmer: 10 Quadratmeter
Arbeits-/Gästezimmer: 10–15 Quadratmeter
Technikraum: 5–10 Quadratmeter
Abstellraum: >5 Quadratmeter
Nicht vergessen werden dürfen die weiteren Verkehrswege wie Flure und Treppen. Oftmals werden ein weiteres Kinderzimmer, ein zweites Badezimmer und eine Gäste-Toilette geplant.
Was kostet ein Grundriss für das Einfamilienhaus?
Die Kosten für einen Grundriss hängen davon ab, wer ihn erstellt und welcher Leistungsumfang gewünscht wird. Grundsätzlich lassen sich drei Szenarien unterscheiden: die eigenständige Planung mit Software, die Beauftragung eines Fertighausherstellers oder die individuelle Planung durch einen Architekten.
| Leistung | Kosten (ungefähr) |
|---|---|
| Grundriss-Software / Online-Tools | kostenlos bis ca. 100 € |
| Grundriss durch Fertighaushersteller | im Hauspaketpreis enthalten |
| Vorentwurf & Grundriss durch Architekten | 2.000–5.000 € |
| Vollständige Architektenleistung (LP 1–9) | 10–15 % der Gesamtbaukosten |
Ein Architekt, der den Grundriss individuell entwickelt, ist die kostenintensivste Option – liefert dafür aber ein Ergebnis, das auf das Grundstück, die Himmelsrichtung und die Bedürfnisse der Familie zugeschnitten ist. Fehler, die durch Standardlösungen entstehen und später teuer korrigiert werden müssen, lassen sich damit von vornherein vermeiden.
Wer den Kosteneinstieg transparent gestalten möchte, kann über a-better-place.de geeignete Architekten zum Festpreis anfragen – mit klarer Preisstruktur bereits vor dem ersten Gespräch.
Position der Haustür
Die Haustür für das Eigenheim sollte sowohl dem Grundstück als auch der Anbindung an die Straße angepasst sein. Bauherren sollten sich hier die Frage stellen, von wo das Haus betreten werden soll und von wo Gäste begrüßt werden. Soll der Postbote erst um das Haus laufen, bevor er zum Briefkasten oder der Haustür kommt? In jedem Fall muss gerade hier praktisch gedacht werden, denn die Haustür oder auch andere Zugänge zum Haus sollten zu den Nutzungsgewohnheiten der Bewohner passen. Einfamilienhaus Grundrisse sollten dies beinhalten.
Fensterflächen planen
Als effizienteste und klimafreundlichste Lichtquelle gilt das Tageslicht. Sonnenlicht wirkt sich nicht nur positiv auf die Gemütsstimmung aus, sondern auch auf die Konzentrationsfähigkeit. Beim Grundriss sollte an viele große Fensterflächen gedacht werden, die idealerweise nach Süden ausgerichtet sind. Bei der Positionierung der Fenster muss aber auch an den Sonnenlauf innerhalb des Tages gedacht werden. Bei Fenstern nach Osten kann die Morgensonne genossen werden, bei Fenstern nach Westen scheint länger die Abendsonne.
Küchenplanung
Gerade bei der Küche sollte die Einrichtung schon mit dem Grundriss geplant werden. So lassen sich Fenster, Türen und Steckdosen passend platzieren. Wichtig ist auch die Richtung, in welcher sich Innentüren öffnen lassen sollen, denn nur so bleiben Durchgänge gut passierbar. Entsprechend der Bauordnung müssen auch Rettungswege eingeplant werden. Bauherren sollten dazu unbedingt mit dem Architekten bei der Grundrissplanung des Hauses sprechen.
Lichtschalter, Steckdosen, Bedienelemente
Werden Einfamilienhaus Grundrisse mit Weitsicht geplant, dann wird frühzeitig an die Platzierung von Steckdosen, Lichtschaltern und sonstigen Bedienelementen gedacht. Beim Fertighaus werden dazu im Werk bereits die nötigen Wandöffnungen integriert. So können Schalter und Co. direkt nach der Hausmontage installiert werden und sind einsatzbereit. Steckdosen sind dann genau da, wo sie genutzt werden. Dies erspart die Nutzung von unschönen Mehrfachsteckdosen und Ähnlichem im späteren Eigenheim.
Dacharten
Auch wenn der Grundriss individuell ist, gibt es gerade beim Einfamilienhaus Dacharten, die gerne genutzt werden. In erster Linie geht es dabei um das Satteldach. Dies ist der Klassiker in Deutschland bei Einfamilienhäusern. Grund hierfür ist die Dachform, die umfangreiche Ausbaumöglichkeiten im Grundriss bietet. Zudem ist das Satteldach in der Herstellung am günstigsten und bietet so Optionen zu Einsparungen.
Beliebt und weit verbreitet beim Einfamilienhaus Grundriss ist auch das Flachdach. Die Vorteile liegen hier klar auf der Hand, denn die komplette Dachgeschossebene hat Stehhöhe. Die Aufteilung der Zimmer kann anders erfolgen als bei einem Haus mit Dachschrägen.
Zu den erschwinglichen Dachformen gehört das Pultdach. Vorteil sind hierbei die wenigen Einschränkungen durch Dachschrägen im Obergeschoss. Etwas seltener beim Einfamilienhaus ist das Mansarddach. Dies besteht aus zwei gespiegelt geneigten Dachflächen. Für den darunterliegenden Raum bedeutet dies ein Stehflächengewinn. Allerdings ist ein solches Dach in der Planung und Statik sehr aufwendig, was sich auch beim Preis bemerkbar macht.
Energieeffizienz und Nachhaltigkeit
Diese beiden Themen müssen beim Einfamilienhaus Grundriss unbedingt beachtet werden. Vielfach wird bei Energieeffizienz in erster Linie an die Wärmedämmung des Gebäudes gedacht. Es gibt hier verschiedene Dämmmaterialien, die eine hohe Dämmleistung haben und dabei nachhaltiger sind als die klassische Glaswolle. Alternativ können auch Steinwolle, Holzfaserdämmstoff oder mineralische Dämmplatten zum Einsatz kommen. Bei der Planung der Häuser sollte dies bedacht werden.
Eine ebenso wichtige Rolle bei der Energieeffizienz der Häuser spielt die Haustechnik. Verschiedene Heizungsanlagen sind nicht auf fossile Brennstoffe wie Heizöl angewiesen. Bauherren haben die Wahl zwischen einer Pelletheizung, einem erdgasbetriebenen Mini-Blockheizkraftwerk, Photovoltaik- und/oder Solarthermieanlagen. Gerade beim Punkt Nachhaltigkeit muss bereits beim Einfamilienhaus Grundriss vorausschauend gedacht werden.
Wie lese ich einen Grundrissplan richtig?
Das Lesen eines Grundrissplans ist nicht kompliziert. Beim Lesen der Grundrisse sollte immer mit dem Erdgeschoss begonnen werden. Eine gute Hilfe ist hierbei die Geschosstreppe. Der Pfeil auf dem Grundriss zeigt immer die Steigungsrichtung der Treppe an. Begonnen werden sollte immer mit dem Eingang, welcher mit einem Pfeil markiert ist. Anhand der Viertelkreis-Bögen lässt sich erkennen, in welche Richtung die Türen sich öffnen lassen.
Einzelne Räume im Einfamilienhaus Grundriss sind mit ihrer Nutzung gekennzeichnet (Essen, Kochen, Wohnen, Schlafen). Hilfreich hierbei sind auch die Angaben der Zimmer in Quadratmeter. Wer ein schlechtes räumliches Vorstellungsvermögen hat, sollte sich nicht nur verschiedene Grundrisse anschauen, sondern eher Musterhäuser besichtigen. Dort kann Raum für Raum überprüft werden – und man ist später nicht enttäuscht, dass alles doch enger und kleiner ist als vorgestellt.
Grundriss-Arten
Es gibt verschiedene Arten des Grundrisses. Neben der bekannten Rechteckform haben sich auch L-Form-Grundrisse durchgesetzt. Welche Form beim Einfamilienhaus Grundriss in Frage kommt, hängt oftmals vom Bebauungsplan und den Baurichtlinien ab. Die verschiedenen Arten der Grundrisse sind:
Klassischer Grundriss
Als klassischer Grundriss kann der sogenannte Flurtyp bezeichnet werden. Der Flur wird hierbei als Zentrum des Gebäudes dargestellt. Über den Flur lassen sich alle Räume direkt erreichen. Die Räume sind getrennt voneinander und erlauben so gute Rückzugsmöglichkeiten. Ein solcher Plan schränkt die Raumgröße innerhalb der Häuser jedoch deutlich ein.
Offener Grundriss
Der Wohnraum wird hierbei möglichst offen gestaltet. Dabei werden Wohn- und Essbereich mit der offenen Küche realisiert, sodass ein großer Raum für die Familie entsteht. Die Schlafräume liegen separat und sind meistens deutlich kleiner, bieten jedoch ausreichend Rückzugsmöglichkeiten für jeden in der Familie.
Ensemble-Grundriss
Hierbei werden einzelne Bereiche nach Funktionen getrennt. Meistens kommt hier der L-förmige Grundriss zum Einsatz, denn dieser vereinfacht die räumliche Trennung von verschiedenen Bereichen. Vorteil eines solchen Grundrisses ist es, dass sich die beiden Bereiche mit wenig Aufwand in zwei separate Wohneinheiten verwandeln lassen.
Wichtige Elemente im Grundriss Einfamilienhaus
Ein überzeugender Grundriss entsteht nicht durch das Aneinanderreihen von Räumen, sondern durch das Zusammenspiel mehrerer Planungsprinzipien. Die folgenden Elemente bestimmen maßgeblich, ob ein Grundriss im Alltag funktioniert.
Raumaufteilung: offen oder klassisch
Die Entscheidung zwischen offenem und klassischem Grundriss beeinflusst die gesamte Wohnqualität. Ein offener Grundriss verbindet Küche, Essen und Wohnen zu einem durchgängigen Bereich – das schafft Großzügigkeit, fördert die Kommunikation und lässt das Haus optisch größer wirken. Der klassische Grundriss mit abgetrennten Räumen bietet dagegen mehr Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten, was besonders für Familien mit Kindern unterschiedlichen Alters relevant sein kann.
Beide Varianten haben ihre Berechtigung – entscheidend ist, welcher Lebensrhythmus in der Familie überwiegt.
Wege & Funktionalität: kurze Wege, klare Zonen
Ein funktionaler Grundriss minimiert Verkehrsflächen und hält Wege kurz. Die Küche sollte nah am Essbereich liegen, das Elternschlafzimmer in einer ruhigen Zone und das Kinderzimmer nicht direkt über dem Wohnbereich. Eine klare Trennung zwischen Privatbereich (Schlafen, Baden) und Gemeinschaftsbereich (Wohnen, Essen, Kochen) verhindert Nutzungskonflikte im Alltag.
Flure sollten so kurz wie möglich gehalten werden – jeder Quadratmeter Flurfläche fehlt an anderer Stelle im Wohnraum. Experten empfehlen, die Grundfläche des Grundrisses zuerst in Zonen aufzuteilen, bevor einzelne Wände und Raumgrößen festgelegt werden.
Belichtung: Fenster und Ausrichtung
Tageslicht ist die wichtigste und günstigste Lichtquelle im Haus. Wohnbereiche, die nach Süden ausgerichtet sind, profitieren von langen Sonnenstunden und helfen dabei, Heizkosten zu reduzieren. Schlafzimmer vertragen eine Ost- oder Nordlage gut. Räume ohne direkten Fensteranschluss – etwa innenliegende Bäder – sollten im Grundriss bewusst klein gehalten werden.
Bodentiefe Fenster oder Schiebetüren nach Süden oder Westen verlängern den Wohnbereich optisch in den Außenbereich und sind ein prägendes Merkmal moderner Einfamilienhaus-Grundrisse. In der Architektur spricht man dabei von einer bewussten Verknüpfung von Innen- und Außenraum.
Flexibilität und zukünftige Nutzung
Ein guter Grundriss denkt über die aktuelle Lebenssituation hinaus. Kinderzimmer, die sich bei Bedarf teilen lassen, ein Erdgeschosszimmer, das später als Schlafzimmer genutzt werden kann, oder ein Kellerausbau, der zur Einliegerwohnung wird – solche Optionen erhöhen den langfristigen Wert des Hauses erheblich.
Nicht tragende Wände lassen sich später einfacher versetzen als tragende – das sollte beim Grundriss bereits eingeplant werden. Wer heute flexibel baut, spart sich morgen teure Umbauten.
Bauarten des Einfamilienhauses – Fertig- oder Massivbau
Beim Einfamilienhaus Grundriss kann zwischen zwei bekannten Bauarten unterschieden werden: Fertig- oder Massivbau.
Beim Fertigbau werden die einzelnen Elemente in den Fertigungshallen des Herstellers vorgefertigt und auf der Baustelle zu einem Haus zusammengefügt. Das Fertighaus besteht in erster Linie aus leichten Baustoffen wie Vollholz oder Holzstoffplatten. Die Elemente werden in Rahmenbauweise erstellt, wobei der äußere Rahmen aus Streben mit Konstruktionsholz besteht. Die Rahmen werden einseitig mit Holzstoffplatten beplankt und die Hohlräume mit Dämmmaterialien gefüllt. Vorteile des Fertighauses sind Kosten- und Zeiteinsparungen. Allerdings gibt es auch Nachteile wie die eingeschränkte Flexibilität durch Fertigteilelemente.
Beim Massivbau entsteht das Haus direkt auf der Baustelle. Die Außenwände bestehen hier aus genormten Mauersteinen, welche mit dekorativen Klinkersteinen versehen oder verputzt werden. Innenwände werden aus Sandstein gebaut und dann verputzt. Die Decken bestehen aus Beton oder Stahlbeton. Vorteile beim Massivbau sind die freie Grundrissgestaltung und die individuelle Anpassung an die Region. Nachteile sind nicht nur die lange Bauzeit, sondern auch die höheren Baukosten.
Beispiel-Grundrisse für das Einfamilienhaus
Auf a better place stehen verschiedene Beispiel-Grundrisse zur Ansicht bereit. Die folgenden drei Beispiele aus der Praxis zeigen, welche Aufteilungen und Varianten besonders häufig gewählt werden – als Inspiration und Orientierung für die eigene Planung.
Klassisches Einfamilienhaus mit Keller und Garage (ca. 190 qm, zwei Etagen)
Dieser Grundriss vereint auf 10,50 × 9,43 m eine durchdachte Raumaufteilung über zwei Geschosse plus Keller. Das Erdgeschoss zeigt einen offenen Küchen-Ess-Wohnbereich mit Hebe-Schiebetür zur 52 qm großen Terrasse, eine großzügige Schmutzschleuse mit direktem Zugang vom Carport sowie ein Büro- bzw. Gästezimmer. Im Obergeschoss befinden sich das Elternschlafzimmer mit Ankleide, zwei gleich große Kinderzimmer (je 12,64 qm) und ein separates Kinderbad. Die klare Zonentrennung zwischen Gemeinschafts- und Privatbereich ist das Kernmerkmal dieses Grundrisses.
Klassisches EFH mit Süd-Ost-Terrasse und Ankleide (ca. 150 qm + Keller)
Bei diesem Projekt musste die Architektin Bauherrenwünsche, Himmelsrichtungen und Bebauungsplan in einem stimmigen Gesamtkonzept vereinen. Das Erdgeschoss zeigt einen offenen Küchen-Ess-Wohnbereich mit Zugang zur Süd-Ost-Terrasse, ergänzt durch Büro, Speisekammer und Gäste-WC. Die Zufahrt liegt im Westen. Im Obergeschoss befinden sich zwei Kinderzimmer mit eigenem Kinderbad sowie ein Elternschlafzimmer mit Ankleide und separatem Elternbad – eine Aufteilung, die Privatsphäre und kurze Wege gleichermaßen gewährleistet.
Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung, Galerie und Süd-West-Terrasse (ca. 182 qm, Bodenplatte)
Auf einer Grundfläche von 10,74 × 12,0 m zeigt dieser Grundriss, wie sich eine Einliegerwohnung sinnvoll in ein Einfamilienhaus integrieren lässt, ohne die Wohnqualität des Hauptbereichs einzuschränken. Zwei Kinderzimmer, ein Gästezimmer, zwei Bäder und eine Galerie bieten viel Raum für unterschiedliche Lebensmodelle. Die Süd-West-Terrasse optimiert die Sonnenausbeute am Nachmittag und Abend. Gebaut auf Bodenplatte – ohne Keller – bleibt das Projekt kosteneffizient bei gleichzeitig großzügiger Wohnfläche.
Fazit – Der Grundriss ist die Grundlage für ein perfektes Einfamilienhaus
Für viele ist das eigene Haus eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben. Die Bewohner wollen sich in ihrem neuen Zuhause rundherum wohlfühlen. Aus diesem Grund ist die individuelle Grundrissplanung wichtig und darf nicht vernachlässigt werden. Die Grundrisse verschiedener Einfamilienhäuser können erste Anregungen, Ideen und Inspirationen für das Eigenheim geben. Ebenfalls eine sinnvolle Hilfe sind fertig ausgestattete Musterhäuser, die als weitere Inspirationsquelle dienen können.
Da der Grundriss die Grundlage für das Traumhaus darstellt, sollte er sorgfältig geplant werden und den Anforderungen der Bewohner entsprechen. Mit einem Planungsexperten oder einem Architekten lässt sich der Grundriss des Einfamilienhauses individuell an die eigenen Wünsche und Bedürfnisse anpassen.
FAQ – Häufige Fragen zum Grundriss Einfamilienhaus
Die Anzahl der Zimmer im Grundriss eines Einfamilienhauses richtet sich nach der Personenzahl und dem Lebensstil. Als Orientierung gilt: pro Person ein Schlafzimmer plus Gemeinschaftsräume. Eine vierköpfige Familie kommt mit drei bis vier Schlafzimmern gut aus – ergänzt durch Wohn-Ess-Bereich, Küche, mindestens zwei Bäder und ausreichend Nebenräume.
Ein Architekt sollte so früh wie möglich einbezogen werden – idealerweise bereits bei der Grundstückswahl, damit Ausrichtung, Bebauungsplan und individuelle Wünsche von Anfang an zusammenspielen. Wer den Grundriss des Einfamilienhauses nachträglich anpassen lässt, zahlt oft mehr als bei einer durchgängigen Planung von Beginn an.
Strukturelle Änderungen am Grundriss nach der Baugenehmigung erfordern in der Regel einen Nachtrag zur Baugenehmigung. Kleinere Anpassungen – etwa das Verschieben nicht tragender Wände – sind flexibler, sollten aber trotzdem mit dem Architekten oder Statiker abgestimmt werden.
Für einen Vorentwurf mit Grundriss sind erfahrungsgemäß 2.000 bis 5.000 Euro anzusetzen. Bei vollständiger Architektenleistung über alle Leistungsphasen bewegen sich die Kosten für den Grundriss eines Einfamilienhauses bei 10–15 % der Gesamtbaukosten.
Süd- und Südwestausrichtung sind für Wohn- und Essbereiche im Einfamilienhaus-Grundriss optimal, weil sie die längste Sonneneinstrahlung bieten. Küchen profitieren von einer Ostlage durch das Morgenlicht. Schlafzimmer vertragen Nord- oder Ostlagen gut. Nebenräume, Technikbereiche und Garagen werden idealerweise nach Norden orientiert.
Barrierefreie Einfamilienhaus-Grundrisse benötigen mindestens 90 cm breite Türen, einen Zugang zum Schlafzimmer im Erdgeschoss, eine bodengleiche Dusche und ausreichend Bewegungsfläche im Badezimmer. Flure sollten mindestens 1,20 m, besser 1,50 m breit sein. Wer den Grundriss des Einfamilienhauses heute barrierefrei plant, vermeidet kostspielige Nachrüstungen im Alter und erhöht gleichzeitig den Wiederverkaufswert des Hauses.
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