Fertighaus mit Keller bauen

Beim Hausbau steht der Bauherr als Erstes vor der Entscheidung, mit oder ohne Keller. Das Fertighaus ist zwar teurer als die Variante mit einer Bodenplatte, bietet allerdings eine Reihe von Vorteilen. Im Folgenden wird erläutert, was für daas Bauen von einem Haus mit Keller spricht und welche Möglichkeiten sich für die Nutzung daraus ergeben.

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Wozu braucht man einen Keller?

Auf den ersten Blick sind die vielfältigen Funktionen von einem Keller nicht immer ersichtlich. Die Unterkellerung schützt nicht nur das Mauerwerk vor Feuchtigkeit, sondern isoliert auch die Wohnfläche über dem Erdreich. Dies wiederum führt zu einer deutlichen Reduzierung der Heizkosten bei diesen Häusern. So gesehen macht aus bautechnischen Gründen die Unterkellerung der Häuser beim nord- und mitteleuropäischen Klima durchaus Sinn. Entsprechende Informationen kann der Architekt geben.

Die Bewohner können den Keller zusätzlich auf vielfältige Weise nutzen. Auf der einen Seite lassen sich im Keller solcher Häuser unansehnliche Bauelemente wie Heizungsanlage, Haustechnik oder die Wärmepumpe verstecken. Auf der anderen Seite dienen die gewonnenen Räumlichkeiten durch den Keller als Nutzfläche wie Hobbyraum, Waschküche, Wirtschaftsraum, Stauraum oder Vorratslager. Auch eine Sauna, ein Solarium, ein Fitnessraum oder ein Partyraum sind im Keller gut untergebracht. Je nach Größe vom Keller kann sich der Eigentümer auch den Traum von einem eigenen Schwimmbad im Keller erfüllen. Diese zahlreichen Nutzungsmöglichkeiten zeigen noch nicht alles, was mit einer Unterkellerung möglich ist. Baulich gesehen kann auch eine Garage im Keller vom Traumhaus integriert werden. Des Weiteren lassen sich die Räume im Keller als Gästezimmer, Büroräume, zusätzliche Wohnfläche oder als Einliegerwohnung nutzen.

Vor- und Nachteile eines Kellers

Für einen Keller spricht praktisch genauso viel wie auch dagegen.

Die Vorteile vom Keller sind:

  • Mehr Stauraum und Wohnfläche durch das Untergeschoss

  • Guter Dämm- und Klimaschutz

  • Marktwert vom Haus steigt

  • Zusatzeinkommen durch die Vermietung der Souterrainwohnung

Die Nachteile vom Keller sind:

  • Beim Hausbau muss mehr Zeitaufwand eingeplant werden

  • Höhere Baukosten

  • Wenig oder nur komplizierte Zufuhr von Tageslicht

  • Nicht für barrierefreies Wohnen geeignet

Kann man ein Fertighaus mit Keller bauen?

Diese Frage kann mit einem klaren JA beantwortet werden. Zahlreiche Fertighaussteller bieten ihre Fertighäuser wahlweise ab „OK Kellerdecke“ oder „OK Bodenplatte“ an. Dies bedeutet, dass sowohl der Keller als auch die Kellerdecke oder die Bodenplatte nicht inklusive bei den Baukosten für das Traumhaus kalkuliert wurden. Und dennoch entscheiden sich immer mehr Bauherren für ein Fertighaus mit Keller.

Es gibt hierzu verschiedene Möglichkeiten bei der Ausführung. In erster Linie wird jedoch zwischen einem gemauerten Keller und einem Fertigkeller unterschieden. Der Fertigkeller bietet sich immer dann an, wenn die obersten Erdschichten nur wenig belastbar sind. Beim gemauerten Keller müssen in jedem Fall die stabileren und tieferen Erdschichten für das Fundament erreicht werden. Dies bedeutet, dass die Tragfähigkeit des Untergrunds mit hohen extra Kosten hergestellt werden muss.

Fertighaus mit Keller – Wann lohnt es sich?

Grundstücke sind meistens sehr teuer, sodass Eigentümer die bestehende Fläche bestmöglich nutzen sollen. Da liegt es ganz klar auf der Hand, dass man in die Tiefe geht und sich für ein Fertighaus mit Keller entscheidet. Der Keller kann später auf verschiedenste Art und Weise genutzt werden. Auch finanziell gesehen, lohnt sich der Bau von einem Keller in den meisten Fällen. Im Rahmen der Hausplanung macht es Sinn eine individuelle Bedarfsanalyse sowie eine Aufstellung der Kosten zu machen.

Bei der Geschossflächenzahl wird der Keller nicht mitgerechnet, wenn es sich nicht um ein Vollgeschoss handelt. Mit der Geschossflächenzahl wird angegeben, wie viel Wohnraum oder wie viele Quadratmeter Nutzfläche auf dem Grundstück umgesetzt werden dürfen. Gerade für kleine Bauplätze lohnt sich eine komplette Unterkellerung vom Traumhaus, da hier die genehmigungspflichtige Wohnfläche auch entsprechend geringer ist. Befindet sich das Grundstück an einem Hang, dann bietet eine Unterkellerung ein solides Fundament.

Gerade an einem Hang sind für die Bodenplatte sehr weitreichende Stahlbeton- und Erdarbeiten nötig. Dazu kommen noch das aufwändige Anfüllen und Abgraben vom Grundstück. Mit diesen Arbeiten wird eine ebene Fläche für das Fundament der verschiedenen Haustypen geschaffen.

Hat der Boden von sich aus eine gute Tragfähigkeit, ist die Entscheidung für eine Bodenplatte meistens günstiger. Das Haus steht dann nur auf der Betonplatte und der entsprechenden Perimeterdämmung, die dem energetischen Niveau des Gebäudes entspricht. Entscheiden sich Bauherren für die Bodenplatte und gegen einen Keller, dann sparen sie einen Großteil der anfallenden Kosten. Dieser Schritt will aber wohlüberlegt sein, denn eine spätere Nachrüstung für einen Keller ist nicht möglich. Zusätzlich sorgt das Schaffen von alternativen Abstellmöglichkeiten im Haus sowie der Platz für die benötigte Haustechnik für extra Kosten. Außerdem wird mit den alternativen Abstellmöglichkeiten und dem Platz für die Haustechnik wertvolle Wohnfläche im Erdgeschoss oder ähnlichem vergeudet.

Fertigkeller vs. gemauerter Keller

Der gemauerte Keller besteht aus Schalungssteinen oder aus Ziegeln. Die Schalungssteine werden aufgeschichtet und dann mit Beton ausgegossen.

Der Fertigkeller hat gegenüber einem gemauerten Keller einen wichtigen Vorteil. Der Fertigkeller wird im Werk industriell gefertigt. Dabei wird millimetergenau und mit hoher Präzision gearbeitet. Dabei fertigen Maschinen die Decken und Außenwände des Kellers passgenau und wettergeschützt im Werk. Die fertigen Teile werden dann vor Ort auf der Baustelle innerhalb kürzester Zeit zusammengesetzt. Somit bietet sich der Fertigkeller als idealer Partner für das Fertighaus an.  

Gerade bei einem Fertighaus, das millimetergenau auf die Kellerdecke aufgesetzt werden muss, sind nur geringe Maßtoleranzen zu akzeptieren. Daher raten viele Profis zum Bauen eines Fertigkellers aus wasserundurchlässigem Beton.

Als sehr vorteilhaft hat sich hier die sogenannte Weiße Wanne aus WU-Beton erwiesen. Der Vorteil hieran ist, dass die Abdichtung inklusive ist.

Bei der Herstellung des gemauerten Kellers vor Ort auf der Baustelle kann es immer wieder zu Ungenauigkeiten kommen. Dies hat zur Folge, dass es zu Baumängeln am Fertighaus kommen kann.

Doch wie sehen die Preise aus? Unter Umständen liegt der Festpreis für einen Fertigkeller höher als für den gemauerten Keller. Beim Fertigkeller sind im Preis alle Leistungen inklusive. Während beim gemauerten Keller die Kosten für Statik- und Arbeitspläne noch dazu kommen.

Nicht zu vergessen sind die finanziellen Vorteile, die aus der Kombination Fertighaus und Keller entstehen. Die Rede ist hier von Fördergeldern. Neben den zinsgünstigen Krediten von der KfW-Bank für energieeffiziente Neubauten werden die Fördergelder zusätzlich vergeben. Vorteil hierbei ist, dass beim fließenden Übergang zwischen Keller und Erdgeschoss eine besonders energieeffiziente Bauweise möglich ist, da eine genaue Abstimmung der Schnittpunkte gelingt. Dies wird in erster Linie von den Anbietern für Fertighäuser mit Fertigkeller-Sparte angeboten.

Der Fertigkeller beim Haus bietet eine Reihe von wichtigen Vorteilen:

  • Kurze Bauzeit

  • Hohe Passgenauigkeit

  • Hohe Termintreue

  • Geringer Aufwand bei der Planung

  • Hohe Energieeffizienz

Egal ob das Fertighaus mit Fertigkeller oder gemauertem Keller gebaut werden soll, raten Experten immer zu einem Bodengutachten. Idealerweise sollte dies bereits beim Grundstückskauf vorliegen, da es Aufschluss über die Bodensituation sowie den Maßnahmen und Kosten für die Aufbereitung des Baugrundes gibt. Häuslebauer können so einfacher entscheiden, welche Art von Keller bei der Fertigung der Pläne und beim Bau realisiert werden soll.

Vollkeller vs. Teilkeller

Wird es beim Budget eng, besteht die Möglichkeit sich für einen Teilkeller, anstatt für einen Vollkeller zu entscheiden. Mit einer Teilunterkellerung ist eine Zwischenlösung zwischen Vollkeller und Haus auf Fundamentplatte gemeint. Dabei sind die Außenmaße des Teilkellers kompakter als beim Vollkeller. Der Bauherr profitiert hier von niedrigeren Kosten, einer kürzeren Bauzeit und kann trotzdem die Vorteile eines Untergeschosses nutzen. In vielen Fällen reichen zur Unterbringung der Haustechnik, für einen Vorratsraum und für weitere Abstellmöglichkeiten eine Fläche von ca. 20 bis 25 qm.

Wesentliche Vorteile eines Teilkellers unter dem Haus sind:

  • Innerhalb kürzester Zeit schnelle und termingerechte Kellermontage

  • Kleinere Baugrube sorgt für Ersparnis bei Geld und Ressourcen

  • Wert der Immobilie steigt durch die Unterkellerung

  • Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten

  • Kostengünstige Alternative zum Vollkeller

  • Haustechnik und Co. muss nicht direkt im Haus einen Platz bekommen

Dennoch sehen einige Experten den Teilkeller als kritisch an. Der Grund ist einleuchtend. Ein Teil vom Haus steht auf der Fundamentplatte, während der andere Teil auf dem Keller ruht. Dadurch sind Setzungsunterschiede am Haus möglich. Im schlimmsten Fall zieht dies Bauschäden am und im Haus nach sich. Aus diesem Grund ist es enorm wichtig, das erwähnte Bodengutachten mit einem Experten für den Kellerbau durchzuarbeiten und zu besprechen.

Kann man Fertighaus und Fertigkeller aus einer Hand bekommen?

In der Regel beauftragt der Fertighaushersteller eine externe Firma, die den Keller bauen soll. Inzwischen gibt es jedoch auch eine Reihe von Anbietern, die beide Projekte aus einer Hand anbieten. Dies bietet gewisse Vorteile, da die Unternehmen sich auf den Bau von Fertighäusern inklusive eines Kellers spezialisiert haben. Die verschiedenen Mitarbeiter sind als Team eingespielt. Dabei sind die verschiedenen Anforderungen aufeinander abgestimmt. Häuslebauer profitieren noch von einem weiteren Vorteil, der Terminsicherheit, da alle Leistungen rund um das Haus aus einer Hand kommen. Letztendlich gibt es für den kompletten Hausbau mit Keller nur einen Ansprechpartner, was nicht nur Zeit spart, sondern auch die Nerven schont.

So wird ein Fertigkeller gebaut

Egal ob eine externe Firma den Keller baut oder ob die Kellerbau-Sparte des Fertighausherstellers den Bau übernimmt, die Anfertigung und die Abläufe sind im Grunde genommen nahezu gleich.

Von einem Computer wird die Fertigung gesteuert. Dies garantiert, dass alle Teile zusammenpassen. Werden die Teile an die Baustelle vor Ort geliefert, ist der Beton bereits abgebunden. Dabei ist der äußere Teil des Fertigkellers sehr oft zweischalig. In vielen Fällen gehört die entsprechende Dämmung dazu. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um eine außen liegende Perimeterdämmung, eine Innendämmung oder eine Kerndämmung im Inneren der Betonwände beim Fertigkeller handelt.

Bereits im Werk werden Rohre und sonstige Installationen integriert, damit später auf der Baustelle keine Zeit verschwendet wird. Auf der Baustelle vor Ort muss ein Bagger lediglich die Erde ausheben, damit die Erd- und Betonarbeiten stattfinden können. Dabei wird die Drainage des Fertigkellers verlegt. Sobald der Fertigkeller steht, beginnt der Bau des Fertighauses ab Oberkante Kellerdecke (OK).

Nutzungsmöglichkeiten eines Fertigkellers

Bei einem Fertigkeller stehen vielfältige Möglichkeiten der Nutzung im Vordergrund. Die folgende Auswahl gibt einen Überblick:

  • Garage

  • Werkstatt

  • Waschküche

  • Raum für Haustechnik

  • Wohnraum

  • Stauraum, zum Beispiel als Weinkeller, Vorratsraum oder für Saisonartikel wie Ski-Ausrüstung

  • Heimkino, Partykeller

  • Arbeitszimmer

  • Einliegerwohnung

  • Wellness-Oase

  • Hobbyraum

Für welche Variante des Fertigkellers sich der Bauherr entscheidet, kommt auf den persönlichen Bedarf an. Handelt es sich um einen Nutzkeller mit Lager-, Abstell- und Haustechnikräumen, wird weder Tageslicht noch eine Heizung benötigt. Das gleiche gilt auch, wenn der Keller als Werkstatt oder Hobbyraum genutzt wird. Dennoch ist es wichtig, gut zu überlegen, ob die Heizung oder die Dämmung weggelassen werden können. Grund hierfür ist, dass eine nachträgliche Dämmung nicht nur sehr hohe Kosten verursacht, sondern auch die Nutzfläche verkleinert. Wird der Fertigkeller definitiv nicht als Wohnkeller genutzt und daher keine Heizung eingebaut, muss die Kellerdecke eine Dämmung haben. Die geltende Energieeinsparverordnung (EnEV) schreibt vor, dass der Fertigkeller einem bestimmten energetischen Standard entsprechen muss, sofern der Keller über eine Heizung verfügt. Das gleiche gilt, wenn der Keller offen in den darüberliegenden Wohnbereich übergeht. Hierbei ist ein entsprechender Wärmeschutz in jedem Fall Pflicht.

Ob das Fertighaus komplett unterkellert wird, kommt in erster Linie auf die Grundfläche des Hauses an. Bei einem kleineren Haus wird eher der Vollkeller gewählt, während Bauherren sich bei einer größeren Grundfläche des Hauses überlegen können, ob nicht eine Teilunterkellerung ausreicht.

Worauf ist bei einem Wohnkeller zu achten?

Insbesondere bei Hanggrundstücken wird das unterste Geschoss des Hauses als Wohnraum genutzt, da die zum Tal gelegene Wand des Hauses oberirdisch liegt. Hier ist ausreichend Platz für den Einbau von Fenstern, sodass keine Lichtschächte eingebaut werden müssen. Der in den Hang gebaute Bereich eignet sich sehr, um Haustechnik, Heizungsraum und Vorratsräume unterzubringen. Aber nicht nur bei Hanggrundstücken kann das Untergeschoss als Wohnraum genutzt werden.  Auf einem ebenerdigen Bauplatz werden bestimmte Bereiche durch das sogenannte Abböschen angeschrägt, damit Lichtschächte eingebaut werden können. Sollen die Räume mit Tageslicht versorgt werden, kann hier auch der Einbau von Fenstern geplant werden.

Wird im Keller eine separate Einliegerwohnung eingerichtet, kann von der KfW-Förderung Eigenheim finanziell profitiert werden. Aus der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gibt es beim Bau eines KfW-Effizienzhauses in jedem Fall die doppelten Fördermittel. Insbesondere Bauherren, die sich für ein Fertighaus mit Fertigkeller entscheiden, profitieren davon. Die Vorgaben des Fördergebers können mit den passgenauen Lösungen aus der industriellen Vorfertigung spielend erreicht werden.

Wird aus dem Wohnkeller eine Mietwohnung, profitiert der Eigentümer zusätzlich von den monatlichen Mieteinnahmen. Es spielt keine Rolle, ob es sich um ein abgeschlossenes Apartment oder eine offene Lösung handelt, die Kriterien der jeweils gültigen Landesbauordnungen (LBO) für Wohnräume müssen in jedem Fall erfüllt werden. Dies gilt sowohl für den energetischen Standard bei der Dämmung als auch in Bezug auf die Größe der Fenster und der richtigen Raumhöhe. Des Weiteren muss eine Heizungs- und Sanitäranlage eingebaut werden. Bei Letzterem ist das Verlegen von Wasser- und Abwasserleitungen erforderlich.  

Was kostet ein Keller?

Für den Fertigkeller können pauschal keine Kosten genannt werden, da diese stark von verschiedenen Faktoren abhängig sind:

  • Größe des Fertigkellers

  • Bodenverhältnisse auf dem Baugrundstück

  • Ausbaustufe des Fertigkellers

  • Grundwasserspiegel bzw. Grundwassersituation

Bei der Kostenkalkulation muss in jedem Fall die Bodenbeschaffenheit beachtet werden. Ist der Untergrund felsig, dann steigen die Kosten für den Keller. Gibt es rund um den Fertigkeller drückendes Grundwasser wirkt sich das ebenfalls auf die Kosten aus. Sind die Böden belastet, macht es wenig Sinn sich für einen Keller zu entscheiden, da hier mit hohen Kosten für die Deponieentsorgung des Erdaushubs gerechnet werden muss. Entsprechende Informationen kann sowohl der Architekt wie auch der Fertighaushersteller geben.

Deutlich günstiger als ein beheizter, gedämmter und voll ausgestatteter Wohnkeller, ist ein ungeheizter Keller. Architekten oder Fertighaushersteller, zum Beispiel Fingerhaus, können im Idealfall eine individuelle Kosteneinschätzung geben. Dabei müssen auch regionale und konjunkturelle Unterschiede bei den Baukosten eingeplant werden. Nicht zu vergessen sind die Kosten für das Entsorgen des Erdaushubs, da eine Tiefgründung immer teurer ist als eine Flachgründung. Letztendlich steigt auch der Wert des Hauses mit Keller mindestens im gleichen Maße. Auch die Größe des Hauses bzw. die Höhe des Grundwasserspiegels sind für die Kosten entscheidend. Je nach Fläche und Ausbaustufe muss mit Kosten für den Keller von ca. 40.000 bis 80.000 Euro gerechnet werden. Dies sind im Schnitt zwischen 5 und 15 % der Baukosten. Nur mit diesen Informationen und Angaben ist es möglich, eine verlässliche Kostenrechnung zu bekommen.

Experten raten immer wieder zu einem Bodengutachten, denn so ist klar, wie es mit der Bodenbeschaffenheit aussieht und welche Kosten für das Fertighaus mit Keller anfallen. Für ein Gutachten zur Bodenbeschaffenheit ist mit Kosten zwischen 1.000 und 1.500 Euro zu rechnen.

Was kostet ein Fertighaus mit Keller?

Viele Faktoren spielen bereits bei einem Fertigkeller für die Höhe der Kosten eine wichtige Rolle. Wie bereits erwähnt kann aus diesen Gründen auch kein Pauschalpreis genannt werden. Beim schlüsselfertigen Fertighaus mit Keller sieht es nicht anders aus. Die reinen Kosten für das Fertighaus basieren auf der Bauweise, dem Haustypen und welche Qualitätsansprüche bei der Ausstattung gemacht werden. Die Kosten für eine Ausbaustufe schlüsselfertig sind ebenfalls höher als bei einem Bausatzhaus oder einem Ausbauhaus.

Die Kosten für das Haus erhöhen sich entsprechend durch Neben- und Zusatzkosten. Dazu zählen

  • Grundstückskosten

  • Erdarbeiten

  • Anschlusskosten

Diese Kosten variieren ebenfalls durch Lage des Grundstücks bzw. durch die Gegebenheiten vor Ort. Dies bedeutet, dass die Kosten für ein schlüsselfertiges Haus mit Keller individuell zu sehen sind und sich von Haus zu Haus unterscheiden.

Die Bodenplatte bei einem Fertighaus

Wird ein Fertighaus gebaut, muss im Vorfeld die Entscheidung für einen Keller oder eine Bodenplatte getroffen werden. Fällt die Entscheidung gegen den Keller und für die Bodenplatte aus, muss geklärt werden, ob die Bodenplatte im Preis für das Traumhaus enthalten ist oder ob die Fundamentplatte extra gezahlt werden muss. Bei einem Haus „ab Oberkante Bodenplatte“ fallen die Kosten für die Bodenplatte extra an und müssen zum Grundpreis addiert werden.

Zahlreiche Fertighaushersteller, zum Beispiel Fingerhaus, haben für ihre Kunden Entwürfe und Grundrisse für ein Haus mit Bodenplatte oder mit Keller. So können die Kunden den Preis gut vergleichen. Das Preis Leistungs Verhältnis mit und ohne Kellerbau kann auf den ersten Blick erkannt werden.

Fazit zum Fertighaus mit Keller

Bereits vor dem Bauen eines Hauses muss die Entscheidung fallen – Fertighaus mit Keller oder ohne Keller. Zu Beginn scheint es sich hierbei lediglich um eine Kostenfrage zu handeln. Klar ist, dass ein Fertigkeller oder ein gemauerter Keller mehr kostet als die Fundamentplatte. Ausnahmen sind geringe Belastbarkeit des Bodens oder eine Hanglage.

Dennoch sollte im Vorfeld gut überlegt werden, ob die Kosten für einen Keller eingespart werden können, denn der Keller kann nicht nachgerüstet werden. Wird eine Entscheidung gegen den Keller getroffen, muss klar sein, dass im Erdgeschoss Stauraum und Platz für die Haustechnik geschaffen werden muss. Dies geht zu Lasten der Wohnfläche. Außerdem bietet ein Keller viele zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten. Er kann als Hobbyraum, Werkstatt, Einliegerwohnung und Ähnliches genutzt werden.

Soll der Fertigkeller dabei sein, ist es ratsam mit einem Fertighaushersteller, zum Beispiel Fingerhaus, mit Kellerbau-Abteilung Fingerkeller zusammenzuarbeiten. Hier kommt alles aus einer Hand, das Preis Leistungs Verhältnis ist klar und es gibt nur einen Ansprechpartner. Dies erleichtert die Abstimmung zwischen den Gewerken, was dem Bauherren Kosten und Zeit spart. Durch die industrielle Vorfertigung des Fertigkellers ist dieser passgenau und bietet die perfekte Basis für das Fertighaus.

Die Entscheidung gegen einen Keller sollte immer gut überdacht werden. Gerade bei einem Haus mit geringer Wohnfläche bietet der Keller viel Zusatzfläche und Stauraum im Untergeschoss. Der Keller sorgt so für Platz im Haus und ist optimal für den Hausbau auf einem kleinen Grundstück.

 

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