Fertighaus bis 200.000 schlüsselfertig

Der Trend bei den Immobilienpreisen und generell auf dem Baumarkt geht steil nach oben. Ein Ende scheint nicht in Sicht. Bauherren, die aktuell oder später über den Hausbau nachdenken, fragen sich mit Recht, wie es weitergehen soll und ob Fertighäuser für 200.000 Euro noch realistisch sind. Wir versuchen, alle Fragen rund um ein Haus für 200.000 Euro zu beantworten. Gleichzeitig möchten wir auf die verschiedenen Fördermöglichkeiten für ein solches Haus eingehen.

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Was für ein Haus kann ich für 200.000 Euro bekommen?

Zahlreiche Fertighaus-Anbieter haben in ihrem Portfolio verschiedene Hausangebote rund um Fertighäuser bis zu 200.000 Euro. In den meisten Fällen werden die Häuser in kurzer Bauzeit in Holzrahmen- und Holztafelbauweise erbaut. Häuslebauer müssen in dieser Preiskategorie nicht auf hochwertige und energetische Standards verzichten, denn vielfach werden die Fertighäuser bis 200.000 als KfW-Effizienzhaus 77 oder 55 bzw. mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe oder mit Solaranlagen angeboten.

Bei der Bauweise für Fertighäuser bis 200.000 Euro kann vom klassischen Einfamilienhaus bis zum Bungalow oder gar zur kleinen Stadtvilla nahezu alles realisiert werden. Die Häuser sind auch nicht besonders klein, sondern haben in der Regel eine Nutzfläche von 130 bis 200 Quadratmetern.

Wird dagegen das Massivhaus bevorzugt, finden sich in dieser Preiskategorie ansprechende Systemhäuser aus Porenbeton, Ziegel oder anderen Leichtbausteinen.

Sicherlich kann der Bauherr mit seiner Familie in dieser Preisklasse keine Luxusausstattung erwarten. Die standardmäßige Ausstattung ohne spezielle Sonderwünsche lässt sich in jedem Fall garantieren. Wer beim Bau Geld sparen will, kann sich auch für ein Ausbauhaus bis 200.000 Euro entscheiden. In diesem Fall müssen diverse Arbeiten in Eigenleistung erledigt werden.  

Vor- und Nachteile eines Fertighauses bis 200.000 Euro

Das Für und Wider beim Fertighaus bis 200.000 Euro ist breit gefächert. Im Folgenden haben wir die Vor- und Nachteile aufgelistet.

Vorteile

  • Klare Absprachen, wenn es um Zeit beim Bauen und die Baukosten geht

  • In der Regel nur ein Vertrags- bzw. Ansprechpartner

  • Definiertes Leistungspaket, was je nach Hausart für 200.000 Euro zu bekommen ist.

  • Keine Fachkenntnisse vonnöten

Nachteile

  • Angebot an Hausmodellen in dieser Preisklasse ist beschränkt

  • Ausstattung und Bauausführung entspricht dem Standard – Luxus wird nicht berücksichtigt

  • In vielen Fällen muss beim Innenausbau mit Eigenleistungen kalkuliert werden

  • Abhängigkeit von einem Generalunternehmen und somit auch höhere Preise

Wie kann ich Kosten reduzieren?

Reicht der Standard nicht aus oder stehen individuelle Wünsche im Raum, die sich in der Preisklasse bis 200.00 Euro nicht realisieren lassen, muss bereits bei der Planung überlegt werden, was unbedingt nötig ist und worauf eventuell verzichtet werden kann. Es gibt durchaus verschiedene Möglichkeiten, wie sich die durchschnittlichen Baukosten pro Quadratmeter reduzieren lassen.

Die Kosten beim Bau senken

Bereits beim Bau können die Kosten gesenkt werden. Ein Keller ist heute kein absolutes Muss mehr. Soll der Keller nicht als Wohnraum genutzt werden, dann kann darauf verzichtet werden. Stattdessen kommt die Bodenplatte zum Einsatz. Hier lassen sich im Schnitt rund 30.000 Euro einsparen.

Viel Geld beim Bau des Hauses kann eingespart werden, wenn die Grundstücksgröße reduziert wird. Selbst die Faktoren Infrastruktur, Anbindung an das Verkehrsnetz, geplante zukünftige Projekte in der Umgebung oder Nachbarschaft tragen zur Kostenersparnis bei.

Letztendlich können auch am Budget gespart werden, wenn statt der Garage ein Carport gebaut wird. Die Kostenersparnis beträgt im Schnitt rund 10.000 Euro.

Sparen bei der Ausbaustufe

Entsprechen Fertighäuser bis 200.000 Euro nicht den individuellen Wünschen, kann Geld durch ein Ausbauhaus oder durch ein Bausatzhaus eingespart werden. Am Ende bleibt so mehr Budget für die individuellen Wünsche übrig. Allerdings benötigen zukünftige Hausbesitzer entsprechendes handwerkliches Geschick. Dazu möchten wir die verschiedenen Ausbaustufen und Bauweisen erläutern.

Ausbauhaus

Die Auswahl an Ausbauhäusern bis 200.000 Euro ist riesig. Der Fertighaus-Anbieter stellt den Rohbau und der Bauherr übernimmt alle weiteren Arbeiten rund um den Innenausbau. Dazu gehören neben dem Streichen und Tapezieren der Wände auch das Verlegen der Böden, das Anbringen der Wandfliesen sowie alle Arbeiten rund um Elektrik-, Heizungs- und Sanitäranlagen. Solche Häuser werden vom Hersteller daher auch sehr oft als Mitbauhaus bezeichnet. Entsprechendes handwerkliches Können wird je nach Ausbaustufe vorausgesetzt.

Bausatzhaus

Bereits ab einem Hauspreis von 50.000 Euro sind alle Bauteile für ein Bausatzhaus zu bekommen. Das Haus bzw. der Bungalow wird nach Plan zum größten Teil selbst zusammengebaut. Häuslebauer erhalten dabei Unterstützung vom Fertighaus Hersteller anhand von Schulungen oder mit diversen Überwachungsangeboten. So kann praktisch bei den Häusern nichts schiefgehen. Bei Fertighäusern bis zu 200.000 Euro ist es leicht, individuelle Wünsche innerhalb des eigenen Budgets umzusetzen. Das Bausatzhaus ist zwar sehr kostengünstig, erfordert aber oftmals eine lange Bauzeit, da die zukünftigen Hausbesitzer nur am Wochenende oder zu Feierabend an ihrem Traumhaus tätig werden.

Schlüsselfertig

Wenn Bauherren ihr Traumhaus nicht selbst bauen wollen und keinen Zeitdruck haben, was die Fertigstellung des Hauses angeht, bietet sich das Fertighaus bis 200.000 Euro an. Der Fertighaus-Anbieter errichtet das Haus bzw. den Bungalow komplett, sodass der Eigentümer direkt einziehen kann. Je nach Anbieter kann es allerdings vorkommen, dass vor dem Einzug noch Wände gestrichen bzw. tapeziert werden müssen. Teilweise müssen auch Bodenbeläge in Eigenleistung verlegt werden.

Unbedingt auf “weitere Kosten” achten

Mit den reinen Kosten für das Haus ist es leider nicht getan. Gerade die Grundstückskosten und anfallende Nebenkosten dürfen während des Hausbaus nicht unterschätzt werden. Aktuell ist der Preis für Bauland so hoch wie noch nie. Dazu kommen Erschließungskosten, Gebühren für den Notar, Kosten für den Grundbucheintrag sowie verschiedene Genehmigungen, die Grunderwerbsteuer und eventuell Maklerkosten bzw. Abbruchkosten.

Anhand des folgenden Beispiels können Bauherren sich einen Überblick über die weiteren Kosten verschaffen. Als Beispiel dient hier ein Fertighaus als Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von 140 Quadratmetern ohne Keller und ohne Garage in standardmäßiger Ausstattung. Das Baugrundstück befindet sich in Nordrhein-Westfalen.

  • Kosten Fertighaus  – 252.000 Euro

  • Grundstück – 176.000 Euro

  • Bodenplatte – 15.000 Euro

  • Garten- und Außenanlage – 15.000 Euro

  • Baunebenkosten – 50.000 Euro

  • Gesamtkosten – 508.000 Euro

Gibt es Fördermöglichkeiten bei Fertighäusern bis 200.000 Euro?

Für die individuelle Finanzierung des Traumhauses lassen sich Förderungen mit dem Eigenkapital und dem Immobilienkredit kombinieren. Unter anderem bietet die Kreditbank für Wiederaufbau (KfW) günstige Kreditmöglichkeiten für energieeffiziente Häuser sowie für verschiedene Maßnahmen im Rahmen der Energieeffizienz an.

Familien können seit 2018 mit Baukindergeld rechnen. Damit lässt sich der Hausbau finanziell unterstützen. Das Baukindergeld kann von Familien beantragt werden, die ein zu versteuerndes Haushaltseinkommen von 75.000 Euro und mehr haben. Zusätzlich gibt es pro Kind einen Freibetrag von 15.000 Euro. Dies bedeutet, dass Häuslebauer für jedes Kind, das im Haushalt lebt, pro Jahr 1.200 Euro für den Hausbau erhalten.

Kann ich auch ein Massivhaus für 200.000 Euro bauen?

Es gibt Möglichkeiten, ein Haus massiv in Zusammenarbeit mit einem Architekten bis 200.000 Euro zu bauen. Zahlreiche Fertighaus-Anbieter haben das Massivhaus als Fertighaus in ihrem Portfolio. Bauherren müssen bei solchen Häusern weder an Robustheit noch an Langlebigkeit des Gebäudes Abstriche machen. Entsprechende Informationen gibt es beim Hersteller und Anbieter.

Allerdings müssen beim Bau eines Massivhauses für 200.000 Euro zwei wichtige Aspekte beachtet werden.

Die Größe beim Eigenheim sollte nach Möglichkeit sehr gering gehalten werden. Dies bedeutet, für ein Budget von 200.000 Euro lässt sich eine Wohnfläche von 80 bis 120 Quadratmeter gut realisieren.

Das Haus sollte kompakt und einfach gebaut sein. Dies bedeutet, dass Bauherren bei einem solchen Angebot auf aufwendige Erker, Gauben, besondere Fenster oder Balkone verzichten müssen.

Des Weiteren müssen Bauherren einen großen Teil der Arbeit in Eigenleistung absolvieren. Nur so kann das Bauvorhaben mit einem Budget von 200.000 Euro realisiert werden. Gerade handwerklich geschickte Bauherren können so einige Tausend Euro beim Hausbau einsparen.

Unser Fazit – es ist möglich ein Fertighaus für 200.000 € schlüsselfertig zu bekommen

Auch in der aktuell wirtschaftlich angespannten Lage ist es möglich, ein Haus für 200.000 Euro zu bauen. Allerdings sind mit 200.000 Euro nicht die Gesamtkosten für das Haus inklusive Grundstück und Co. gemeint. Es handelt sich um die reinen Baukosten und vielfach müssen Bauherren selbst Hand anlegen. Um sich den Traum von einem Haus mit einem Budget von 200.000 Euro zu erfüllen, ist viel an Eigenleistung vonnöten. Zusätzlich müssen Abstriche bei der Ausstattung, der Wohnfläche sowie dem Design gemacht werden. Wer sich dennoch vorstellen kann, ein kleineres Massivhaus oder ein Fertighaus bis 200.000 Euro in Zukunft sein Eigen zu nennen, sollte nicht länger zögern.

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