In dieser Folge der Grundriss Show geht es um ein besonders kompaktes Haus mit nur rund 135 Quadratmetern Wohnfläche, das trotz kleiner Grundfläche sehr viele Anforderungen unterbringen musste. Der Architekt erklärt, warum gerade bei kleinen Häusern besonders sorgfältige Planung wichtig ist. Das Haus verfügt zudem über einen voll nutzbaren Keller mit optionaler Einliegerwohnung.
Zusammenfassung
Ausgangspunkt ist ein Eckgrundstück mit Gefälle, auf dem zusätzlich ein Leitungsrecht die Bebauung einer Teilfläche einschränkt. Wegen des Geländeversprungs wurde die Garage von der Grundstücksgrenze weggerückt und über eine Treppenanlage an den erhöht liegenden Eingangsbereich angebunden. Den Bauherren war besonders wichtig, dass Treppenhaus und Eingangsbereich getrennt sind, damit schmutzige Schuhe nicht durch das ganze Haus getragen werden müssen. Im kompakten Erschließungsbereich sind WC, Treppe und Windfang platzsparend untergebracht, wobei das Gäste WC bewusst nicht direkt am Eingang liegt.
Der Wohnbereich mit gemütlicher Kaminecke wurde bewusst nach den Vorbildern der Bauherren aus ihrem bisherigen Zuhause gestaltet, ergänzt durch ein separates, per Schiebetür abtrennbares TV Zimmer für mehr Ruhe. Die Küche mit durchgehender Hochschrankwand und einem drei Meter langen Kochblock ließ kaum Planungsspielraum, weshalb die fensterlose Speisekammer dahinter platziert wurde, auch wenn diese mit nur 40 Zentimetern nutzbarer Tiefe recht knapp ausfällt.
Im Keller ist eine flexible Einliegerwohnung mit eigenem Bad, Küchenbereich und Wohnraum vorgesehen, die je nach späterem Bedarf, etwa für die eigenen Eltern oder Gäste, auch wieder mit dem Haupthaus verbunden werden kann. Zusätzlich befinden sich dort Technik- und Waschraum, wobei die Technikfläche wegen der geplanten Infrarotheizung ungewöhnlich klein ausfällt. Im Obergeschoss sind auf sehr kompaktem Flur sieben Räume erschlossen, darunter zwei Kinderzimmer, ein Büro, ein Fitnessraum sowie das Elternbad mit Doppelwaschbecken und freistehender Badewanne. Aufgrund des strengen Bebauungsplans mit niedrigem Kniestock sind die Fensterflächen im Obergeschoss bewusst reduziert, was überwiegend über Dachfenster kompensiert wird.
Abschließend betont der Architekt, dass gerade bei kleinen, anforderungsreichen Grundrissen eine unabhängige, professionelle Planung besonders wertvoll ist, da ein Anbieter allein wirtschaftlich eher zu mehr Wohnfläche tendieren könnte. Bei den Ansichten wird zusätzlich auf den Umgang mit dem Geländeversprung durch eine Stützmauer sowie auf die durchgängige Holzfassade eingegangen, die dem Haus einen gemütlichen, alpinen Charakter verleiht.